Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

Heute Vormittag renne ich in der Weinabteilung im Coop Gallusmarkt gefühlte 30 Minuten nervös hin- und her. Dabei komme ich mir ein bisschen vor, wie eine drittklassige Parodie von Louis de Funès.

Nachdem ich nirgends fündig werde, frage ich schliesslich verzweifelt einen freundlichen Angestellten nach einigen Weinen des Grand prix du vins suisse, kurz GPDVS. Dieser ruft seinen Chef per Telefon. Zwei Minuten später steht der hilfsbereite Detailhändler vor mir. Geduldig erklärt mir dieser, dass die von mir gesuchten Weine nur online, oder in bestimmten Regionen, und da nur in ausgewählten Coop-Filialen erhältlich sind. Enttäuschung macht sich breit. R I E S E N – E N T T Ä U S C H U N G ! ! !

Grand prix du vins suisse

Tja, es ist keine einfache Beziehung zwischen den Weinen des GPDVS und mir. Mehr so ne on/off-Geschichte. Im letzten Bericht war ich noch voller Euphorie. Spätestens seit heute Mittag habe ich aber jede Hoffnung aufgegeben. Der erste Eindruck bezüglich der Vertriebsprobleme von Schweizer Weinen bestätigt sich zumindest teilweise. Auch Coop gelingt es nicht, uns zu verkuppeln. Im Gegenteil: Erst verspricht mir der Grossverteiler auf seiner Homepage 19 (!) neue Schweizer Weine in’s Sortiment aufzunehmen, um mich nachher dann doch enttäuscht in den Fluren seiner Filiale stehen zu lassen.

Mir reicht’s! Die St. Galler Suche nach Schweizer Siegerweinen ist vorerst abgeschlossen. – Ich brauche jetzt etwas Abstand. Eine Pause, etwas Luft, mehr Zeit für mich; die Freiheit, Neues auszuprobieren.

Liebe Weine des GPDVS, ich hoffe, ihr versteht das.

Euer Flaschentester

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