Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Kurz angenippt: Cantine Settesoli – Seligo Rosso Sicilia IGT 2012

Notizen

In der Nase Kirschen, Rosmarin und Vanille. Auch etwas Leder, ferner ein Hauch Gummi. Die Farbe ist Schwarzrot, aufhellend am Rand. Am Gaumen füllt der Wein angenehm, schöne Säureintegration, fast schon süsslich. Holz, Teer, Leder, sprittige Note bei zu kalter Temperatur merklich vorhanden und etwas störend. Ebenfalls ein vegetabiles Spektrum vorhanden: Waldboden (Pilze, Moos), nasser Erdboden. Insgesamt rund, fruchtig, versöhnlich. Mittelschwerer Körper, weiche Tannine und ein angenehmer Abgang, gefolgt von einem fruchtigen Nachhall. Das Dekantieren kann man sich schenken. Der Wein passt zu Schweinefilet und vor allem Pasta sehr gut. Allerdings sollte man die Flasche austrinken und nicht im Kühlschrank über Nacht stehen lassen. Der Süditaliener ist dafür nicht geeignet. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut. Der Seligo Rosso ist ein unkomplizierter Italiener, eine gefällige, allgemein verträgliche Cuvée aus Shyraz und Cabernet Sauvignon. Vinifiziert wird der Rote in Sizilien, und zwar vom grössten italienischen Produzenten – Cantine Settesoli. Ich gebe 14- 15 Punkte.

Settesoli Seligo Rosso

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

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Kurz angenippt: Settesoli, Syrah di Sicilia, IGT, 2012

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

Settesoli-Syrah


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Lamùri 2010

Was ein schöner Abend! Fast perfekt. Meine Begleitung ist sehr charmant, die Bedienung äusserst zuvorkommend, das Ambiente ansprechend, die Stimmung im Lokal heiter und auch der Betrag auf der Rechnung trübt am Ende nicht den Gesamteindruck. Wäre da nicht der Wein…

Wir bestellen. Ein gemischter Salat zur Vorspeise, dann ein vorzügliches Rebhuhn an Marsala-Jus mit Gemüse-Bouquet und frischen Feigen. Dazu hausgemachte Tagliatelle und als Krönung des herbstlichen Menus, Vermicelles samt Espresso. Wir entscheiden uns für den Sizilianischen Lamùri von 2010. Dieser scheint uns mehr als passend. Leider enttäuscht er auf der ganzen Linie. Die Bedienung öffnet die Flasche und bietet mir den Wein zur Probe an. Ich nehme einen ersten Schluck. „Nein, der Wein ist in Ordnung, kein Korkgeschmack, danke.“ Das ist noch das Netteste was ich zu diesem Wein sagen kann…

Im Detail: Er leuchtet in einem hellen Granatrot. Die Nase scheint zunächst vielversprechend. Ich bilde mir ein, Beeren, trockenes Holz, ferner etwas Erdiges im Bouquet auszumachen. Kaum nehme ich einen Schluck, ist die Hoffnung jedoch schnell verflogen. Verschlossen und flüchtig, zäh, hart und allzu säuerlich mit einem bitteren Nachgeschmack zeigt sich der Lamùri. Oh Mann, hätten wir doch nur den Primitivo bestellt…

Nach dieser ersten Enttäuschung geben wir dem Wein sage und schreibe 45 Minuten Zeit, sich zu entfalten. Der Lamùri ist nicht faul und nutzt die Gelegenheit. Er wird tatsächlich ein wenig weicher. Der Säuregehalt nimmt in der Zwischenzeit merklich ab, der Gesamteindruck verbessert sich also. Davon, ihn weiterzu-empfehlen, oder gar beim nächsten Essen erneut zu bestellen, sind wir aber nach wie vor weit entfernt. Vielleicht passt er besser zu Spaghetti oder Fertigpizza, nicht aber zu einer anspruchsvolleren Mahlzeit. Schon gar nicht für siebzehn Franken. Da gibt es weitaus bessere Alternativen. Ergo: Dieser Wein schmeckt mir nicht. Zehn Punkte gibts von meiner Seite, aber nur weil die Etikette was her macht…

Wer ihn trotzdem probieren möchte: klick mich

Punke: 10/20
Passt zu: Spaghetti, Fastfood, Bad Taste Partys
Preis: Fr. 17.-

P.S. Ein Lokal, das mir gefällt: Atrium