Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Buchbesprechung: Wein und Reisen – Bordeaux / Britta Wiegelmann

Was erwarte ich von einem Reiseführer? Noch dazu von einem, der von einem der bekanntesten Weinanbaugebiete Europas handelt? Ganz einfach: Ich möchte ans Thema herangeführt werden, ich möchte Infos zur Region und auch was für’s Auge. Sprich: Aussagekräftige und ansprechende Illustrationen. Die persönliche Note darf dabei nicht fehlen, ebenso erhoffe ich mir Vorschläge für aussergewöhnliche regionale Hotels, Restaurants und Ausflugsziele, die der vinophilen Gemeinde gefallen könnten.

Das alles hat sich vermutlich auch einer der Herausgeber des deutschen Verlags Die Werkstatt gedacht. Seit längerem veröffentlicht letzterer nämlich innerhalb der Reihe Wein und Reisen, Titel zu verschiedenen Weingegenden dieser Welt. So erschienen bereits Ausgaben zum Rhonetal, Friaul, Rheingau, Venetien, Barolo und Südafrika. Die vorliegende Ausgabe ist Bordeaux gewidmet und seit etwas mehr als vier Jahren im Buchhandel erhältlich.

Autorin ist die deutsche Weinjournalistin Britta Wiegelmann. Seit 2001 ist sie für die helvetische Fachzeitschrift Vinum tätig. Während zweier Jahre, nämlich von 2010 bis 2012, zeichnete sie sich gar als Chefredakteurin derselben verantwortlich. An der önologischen Fakultät Bordeaux liess sich Wiegelmann zudem zur Diplom-Sensorikerin ausbilden.

Ihr Taschenbuch gliedert sich in fünf Teile. Nach einer Einführung allgemeiner Art folgen Kapitel, welche sich den einzelnen Bordelaiser Appellationen (z.B. Médoc) widmen. Wiegelmann geht bei jedem Anbaugebiet auf die dort relevanten Themen ein. Im Médoc unter anderem auf die Châteaux Margaux und Mouton Rothschild, auf die Sauternes in den Graves, in Saint-Émillion geht es unter anderem um Kult- und Garagenweine, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei gleicht kein Kapitel dem anderen. Inhaltlich wird dem Leser in einer sehr kurzweiligen und angenehmen Art stets das Wichtigste vermittelt. Wiegelmann schreibt anregend und trotz der Format bedingten Kürze, ohne einen Hauch von Halbwissen oder Trivialität aufkommen zu lassen. Davon könnten sich manch‘ andere Reiseführer eine Ecke abschneiden. Beim Lesen merkt man, dass die Autorin einen starken Bezug zur Region Bordeaux hat. Der Text wurde offensichtlich auf Basis umfassender Ortskenntnisse und persönlicher Erfahrungen verfasst.

Ein entsprechendes Reisebudget vorausgesetzt, sind gerade die von Wiegelmann empfohlenen Lokalitäten toll.  Wir haben uns 2010 selbst von der Güte einiger der vorgeschlagenen Häuser überzeugen können. So zum Beispiel auf einer unserer ersten Stationen im Bordelais: Dem Entre-Deux-Mers. Neugierig auf eine der Taschenbuch-Empfehlungen reservierten wir ein Doppelzimmer im „Les Logis de Lestiac“ nahe der Garonne. Die alte Villa liegt mitten in einem dieser typischen, etwas heruntergekommenen, französischen Dörfer. Sieben Häuser, eine Kreuzung und ein Dorfplatz. That’s it. Unser Navi führt uns zu einem Anwesen, welches in einem kleinen Park, direkt an der Durchgangsstrasse liegt. Die Zimmer und das Ambiente sind aber äusserst charmant. Man findet sich in einer kleinen Oase wieder. Strassenlärm und Provinzflair machen vor den Toren der Logis de Lestic Halt. In unmittelbarer Nähe liegen zudem zahlreiche Spazierwege, unzählige Châteaux und Reben so weit das Auge reicht.

LogisDeLestiac

Eine der empfohlenen Adressen: Les Logis de Lestiac im Entre-Deux-Mers

Wir essen – ebenfalls auf Wiegelmanns Empfehlung hin – im nahen gelegenen Örtchen Bouliac, in einem Restaurant/Hotel namens Le Saint James. Auch hier ist alles allererste Sahne. Neben vielen anderen geographischen und gastronomischen Erkundungstouren wird unser Aufenthalt durch einen Besuch bei einem namhaften Weingut abgerundet. Wir melden uns für eine Tour auf dem renommierten Château Lynch-Bages an. Die Besichtigung ist äusserst spannend, das Château ausgesprochen gut auf Besucher eingestellt. Auch eine Besichtigung mit anschliessender Degustation für gerade mal vier Personen wird diskussionslos durchgeführt. Toll! Es hat sich gelohnt. Wiegelmanns Reiseführer hat sich vor Ort bewährt.

Zurück zum Buch: Abzüge gibt’s für’s Layout. Dieses kommt etwas gar handgestrickt rüber. Das Taschenbuch ist fade, fast schon ein wenig amateurhaft gestaltet. Die Illustrationen unterstreichen zwar das Geschriebene, jedoch selten auf demselben Qualitätsniveau. Viele der Abbildungen muten wie Schnappschüsse an, welche Wiegelmann auf einem ihrer Bordeaux-Streifzüge geknippst hat. Den Umschlag und vor allem die Text-Bildanordung hätte man ebenfalls ansprechender gestalten können. Das Layout erinnert entfernt an ein Chemiekompendium der Sechzigerjahre. Schade.

Ein weiterer Minuspunkt: Manche Leser werden Kartenmaterial vermissen. In Zeiten von TomTom und Smartphone fällt das Fehlen von Karten meiner Meinung nach aber nicht allzu sehr in’s Gewicht. Ausserdem halte ich zur Orientierung immer noch lieber eine ordentliche Strassenkarte, als ein widerspenstiges Taschenbuch in der Hand. Trotzdem: Wenigstens eine grobe Übersicht – zum Beispiel im Umschlag – hätte man der Ausgabe aber schon spendieren können. Auch eine kurze Vita der Autorin gehörte eigentlich irgendwo abgedruckt. Diese sucht man aber ebenfalls vergeblich.

Fazit: Britta Wiegelmanns Taschenbuch bietet dem Wein-Interessierten nützliche Informationen rund um’s Thema Bordeaux. Neben historischen Textpassagen enthält die Ausgabe Beschreibungen der Appellationen und deren Typizitäten. Für den Reisenden am wertvollsten sind vor allem Wiegelmanns Hotel- und Restaurantempfehlungen. Von einigen konnten wir uns vor Ort selbst ein Bild machen und wurden durchwegs positiv überrascht. – Die Aufmachung des Reiseführers wirkt jedoch altbacken und uninspiriert. Das trifft auch auf die anderen Ausgaben der Wein und Reisen-Reihe zu. Hier sollte der Verlag unbedingt nachbessern. Wer Karten oder Beschreibungen touristischer Sehenswürdigkeiten erwartet, wird herb enttäuscht werden. Denn beides findet man in diesem Reiseführer nicht. Weinfreaks, welche erstmals das Bordelais erkunden wollen und auf der Suche nach Anregungen aus erster Hand sind, erhalten mit diesem Taschenbuch einen ansprechenden Helfer. Ich gebe 17 Punkte.

WeinUndReisenBordeaux

Punkte: 17/20
Passt zu: Reisefreudigen, Gourmets, Bordeaux-Liebhabern
Preis: Fr. 19.90

  • ISBN-10: 3-89533-632-7
  • EAN: 9783895336324
  • Erscheinungstermin: August 2008
  • Verlag: Die Werkstatt
  • Einband: Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • Erhältlich im Rösslitor
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Dr. Loosen Riesling QbA 2011

Kampf dem Januarloch: Teil II – Deutschland ist bekannt für seine Rieslinge. Gerade in den letzten Jahren ist das Interesse an den Weinen von Mosel, Rheingau & Co. erfreulicherweise stetig gewachsen. Das ich von der alt eingesessenen Traubensorte ebenfalls hell begeistert bin, habe ich schon mehrfach erwähnt. Dass es auch trinkbare Rieslinge jenseits der Zehnfrankenmarke gibt, gilt es zu beweisen. Hoffnungsvoll stürze ich mich in das Experiment. Dr. Loosen assistiert.

Zur Popularität des Rieslings hat nicht zuletzt der Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter, kurz VDP, beigetragen. Dieser arbeitet nämlich seit Beginn der 90er kontinuierlich an einer Vereinheitlichung der Klassifizierung und einer damit einhergehenden Qualitätssicherung von Weinen der VDP angehörigen Weingüter.

Bei der vor mir liegenden Flasche handelt es sich um die billigste Abfüllung des Weinguts Dr. Loosen. Dieses Ausnahmegut hat eine zweihundertjährige Geschichte hinter sich und gehört wie Molitor, Van Volxem, Von Buhl und andere zur Champions-League der deutschen Rieslingsproduzenten. Auf dem Etikett steht QbA. Dies bedeutet „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“. Weine dieser Stufe stehen qualitativ zwar über einfacheren Tafel- oder Landweinen, dürfen aber dennoch verbessert werden. Das heisst im Klartext nichts anderes, als dass zum Beispiel vor der Gärung aufgezuckert werden darf. Diesen Vorgang nennt man Chaptalisation. Und ja, der Loosen ist garantiert chaptalisiert worden. Da wette ich meinen Allerwertesten darauf.

WeingutLoosen

Ernst Loosen: Decanters „Man of the year 2005“

Die Flasche hat einen Drehverschluss. Auf dem Etikett steht Mosel/Bernkastel. Erinnerungen werden wach. Die Genussreife wird von Coop übrigens mit 2016 angegeben. Allzu schnell muss er also nicht getrunken werden. Schön. Ich schenke ein. Man könnte meinen, dem Riesling sei ein Geist erschienen, so blass zeigt er sich im Glas. Ein blass-gelbes Wässerchen ist er, dieser Loosen. Die Nase ist unspektakulär. Es duftet ein wenig nach Pfirsich und Ananas, Mineralisches ist nicht auszumachen. Ein erster Schluck lässt mich ein wenig schmunzeln: Da hat aber jemand ordentlich vom Zucker Gebrauch gemacht! Dafür ist er leider ziemlich säurearm. Etwas mehr hätte er schön vertragen. Der Körper ist leicht und erfrischend. Der Abgang schmeichelnd und für diese Qualitätsstufe erstaunlich lange. Insgesamt werden Erinnerungen an Kabinetts, oder gar einen Moscato d’Asti wach. Der Riesling hat gerade mal 8.5 Volumenprozent und ist nicht zuletzt deswegen süffig ohne Ende. Davon könnte man mal eben so eine ganze Flasche alleine bechern. Zugegeben, nach dem ersten Glas wird’s geschmacklich etwas langweilig. – Doch genau hier kommt das Essen ins Spiel. Was kocht man denn zum Loosen? Ich meine: Asiatische Gerichte. Bei uns gibt’s zum Beispiel wieder mal was vom indischen Subkontinent. Dazu passt er, der Dr. Loosen. Und wie er dazu passt! Zwar interagiert er kaum mit dem Essen, er ist aber dennoch unterstützend und vor allem erfrischend. Er ergänzt Würzig-Scharfes äusserst schön durch seinen süssen und säurearmen Charakter. Auch Bernd‘ Kreis Taschenbuch über Essenspaarungen bestätigt mir diesen Eindruck. Weiss, süss und säurearm passt zu scharf und pikant. BINGO!

Fazit: Der Dr. Loosen QbA ist ein günstiger Wein, der vielen schmecken wird, denen Wein immer zu säurehaltig ist. Er ist süffig, kann noch ein, zwei Jährchen gelagert werden und passt zu asiatischem Essen. Für sich alleine genommen ist er etwas langweilig und – sehr süss. Nichtsdestotrotz könnte das mein neuer Favorit zu Fleisch- und Gemüsecurrys werden. Zu dem Preis eine unschlagbare Kombo. Kostet doch die Flasche gerade mal Acht Franken Sechzig. Im 6er Karton sogar nur Fr. 7.70. Das nenne ich preiswert. Chaptalisation hin oder her: Ich gebe 14 Punkte.

DrLoosenQbA2011

Punkte: 14/20
Passt zu: asiatischem Essen
Preis: Fr. 8.60

Kaufen kann man den Dr. Loosen QbA hier


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Riesling Spätlese, Bernkasteler Badstube, Markus Molitor, 2009

Spätestens seit ich dem Bründlmayer begegnet bin, reite ich auf der Riesling-Welle durch den Winter. Bekannt für die leckeren Weissweine ist traditionsgemäss natürlich Deutschland. Genau dort findet man ein beeindruckendes Beispiel eines Familienbetriebs: Markus Molitor bewirtschaftet an der Mosel bereits in achter Generation das gleichnamige Weingut.

Der ursprünglich drei Hektar grosse Betrieb umfasst heute 38 Hektar Rebfläche und ist das grösste Weingut an der Mittelmosel. Allein im tollen Jahr 2009 brachte Molitor 32 (!) verschiedene Rieslinge auf den Markt. Die Jahresproduktion liegt bei 200’000 bis 300’000 Flaschen. Darunter Qualitätsweine, Kabinetts, Spät- und Auslesen. Alles deutsche Qualitätsbezeichungen, welche vom Öchslegrad abhängen. Beim vorliegenden Riesling handelt es sich um eine Spätlese. Die Trauben wurden Ende November geerntet. Der Öchsle-Grad liegt laut Qualitäts-Definition irgendwo zwischen 85 und 91.

Blick von Bernkastel auf die Badstube

Bernkastel: Bick auf die Rebberge

Molitors Reben an der Bernkasteler Badstube umfassen 2,7 Hektar. Die Lagen erstrecken sich von der Mitte des Berges bis zum Wald. Die Reben stehen durchwegs auf Steillagen. Laut Winzer bestehen diese Weinberge aus Schiefer, welcher reich an Feinerde ist. Wasser wird also gut gespeichert. Das hat vor allem einen positiven Effekt: Die Rieslinge haben ein enormes Entwicklungspotenzial. Die maximale Trinkreife wird mit 2025 angegeben. Weinwisser datiert sogar auf 2040. Er ist also ein Langstreckenläufer, der Bernkasteler. Gut zu wissen.

Gespannt schenke ich ein. Ein erster Schluck ist – Verzeihung – enttäuschend. Irgendwie habe ich mehr erwartet. Nachdem die offene Flasche zwanzig weitere Minuten, gekühlt in einer einsamen Ecke verbracht hat, nehme ich einen zweiten Anlauf. Schon besser. Der Molitor bietet diese typische Riesling-Fruchtigkeit. In der Nase und im Mund. Allerdings lange nicht so überschwenglich, wie ich gehofft hatte. Grundsätzlich ist alles in Ordnung: Die Nase, der Körper, der Abgang, alles annehmbar. Mehr als sogar. – Es ist dieses Mineralische, das mich stört. Vielleicht weiss ich diese Qualität einfach nicht zu schätzen, aber meinen Geschmack trifft es nicht. Der Wein hat etwas Ernstes an sich. Schwierig zu beschreiben, so was. Vermutlich nennt man das lagentypisch, diese Reminiszenz an den Schiefer. Eigentlich ja eine wünschenswerte Eigenschaft beim Wein, wenn er das Terroir widerspiegelt. Trotzdem überzeugt er mich nicht vollends.

Bei Mövenpick findet man eine Score von 18/20, Weinwisser vergibt 17/20 Punkte. Ich finde beide zu euphorisch. Natürlich handelt es sich um einen schön gemachten, traditionellen Riesling eines grossen Hauses. Trotzdem haut er mich nicht aus den Socken. Es zuckt höchstens der kleine Zeh. Zugegeben, ich jammere auf hohem Niveau, denn dieser Molitor ist nichtsdestotrotz ein schöner Wein und durchaus empfehlenswert. Ich gebe 16 Punkte.

MolitorRieslingSpätleseBernkastelerBadstube

Punkte: 16/20
Passt zu: Apéro, Fisch, Meeresfrüchten, zart zubereitetem Schweinsfilet
Preis: Fr. 26.-

 

Markus Molitors Riesling gibt es hier zu kaufen.


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Holunder küsst Sekt

Da haben sich zwei gefunden, quasi das Traumpaar des Jahres. Spätestens seit das Trendgetränk Hugo vergangenen Sommer seinen Durchbruch hatte, weiss jeder: Sekt und Holunder, das schmeckt ohne Ende.

Dass es auch zurückhaltender geht, zeigt der Fleur et Sekt. Entdeckt habe ich das blumige Bio-Getränk bei Romanin. Hersteller ist die deutsche Sektkellerei am Turm. Diese befindet sich in Speyer, also ganz in der Nähe der Deidesheimer Rieslinge. Im Unterschied zu diesen wird der Fleur et Sekt aber nicht aus heimischen Trauben hergestellt. Der Grundwein für den Sekt kommt aus Spanien, versektet wird in Speyer*. S’ist halt wie bei vielen Bio-Produkten heutzutage: Auch wenn Bio drauf steht hat der Laster einige Kilometer mehr auf dem Tacho, als man denkt. Schade, hätte man doch auch in Deutschland schöne Trauben. Wenigstens der Holundersirup wird von einer deutschen Firma geliefert.

SektkellereiAmTurm

Impressionen aus Speyer: Die Sektkellerei am Turm

Zum Geschmack: Der gerade mal siebenprozentige Fleur et Sekt riecht – dreimal könnt ihr raten – blumig. Im Mund gefällt mir vor allem die angenehm dosierte Perlage. Ausserdem hat der Sekt eine äusserst dezente Süsse inne. Also kein Kleberzeugs – was schon mal gut ist. Mit einem Restzuckergehalt von 44 g/l ist er alles andere als trocken. Auch der Holunder ist schön integriert, kommt aber erst bei einem Bissen Brot so richtig zur Geltung. Die Vereinigung von Blüte und Sekt mündet in einem Happy End. Als Apéritif ist der Fleur nämlich schlicht der Hammer. Er kommt leicht und spritzig daher, ist süffig ohne Ende, aber trotzdem nicht so sirupartig wie ein Moscato d’Asti, oder andere süssliche Weissweine. Auch der Preis stimmt. Toll! Dieser Tropfen kriegt verdiente 16 Punkte.
FleurEtSektPunkte: 16/20
Passt zu: Apéro, Begleiter beim Kochen, für zwischendurch
Preis: Fr. 9.50
Den Fleur et Sekt gibt’s hier zu kaufen.
* Diese Angaben habe ich bei Peter Riegel aufgeschnappt.


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Trau, schau, wem? – Ein Rückblick

Gefälschte Etiketten, Glycerin, Methanol, Zuckerwasser und andere Panschereien: Winzer und Weinhändler sorgen immer wieder mal für Schlagzeilen. Die Anzahl der bekannten Fälle ist zwar eher gering, die Auswirkungen zum Teil jedoch verheerend; im Einzelfall sogar tödlich. Trotzdem sind viele Ereignisse der Vergangenheit in Vergessenheit geraten. Vor allem junge Weintrinker kennen die Skandale – wenn überhaupt – nur noch vom Hörensagen. Höchste Zeit also, das Geschichtsbuch aufzuschlagen und in den Archiven der Presse zu wühlen.

SchweizWenn ich an Weinskandale denke, male ich mir die ungeheuerlichsten Geschichten aus. Solche bei denen der Konsument über’s Ohr gehauen wird. Solche bei denen Gangsterbosse viel Geld verdienen und solche bei denen die Gesundheit der vinophilen Gemeinde auf dem Spiel steht. – Nicht so bei uns. In Helvetien sind Wein-Skandale eher von harmloser Natur. Nur dem Blick war der letzte eine Schlagzeile wert. Dem Sommerloch sei Dank. Wir schreiben das Jahr 2010, in Shanghai findet die Weltausstellung statt. Auch die Schweiz ist mit einem Stand vertreten. Leider wird an diesem kein Schweizer Wein kredenzt, sondern spanischer. SPANISCHER!?, denken sicher einige. Auch einem SVP-Mitglied geht es so. Nationalrat Thomas Hurter findet das nämlich total daneben. Schliesslich zahlt der Bund der Schweizer Weinbranche für Werbeaktionen über eine Million Franken jährlich. Aber auch bei dieser Geschichte zeigt sich einmal mehr, dass der Schweizer Wein in einer selbstverschuldeten Krise steckt. Denn scheinbar waren den Zürcher und Walliser Weinhandlungen die „administrativen Hürden für den Transport von Wein nach China und auf das Expo-Gelände zu hoch“. Ich frage mich nur, was skandalöser ist: Spanischer Wein am Schweizer Stand, oder die Unfähigkeit des Bundes, Schweizer Wein zu organisieren … heiliger Kuhmist, haben wir Probleme!

DeutschlandAuch in deutschen Landen kennt man Negativ-Schlagzeilen über Weinpfuschereien. So werden im Jahr 1991 rund 2,75 Millionen Liter Rheinland-Pfälzischer Wein mit DDR-Wein gepanscht und als original DDR-Wein verkauft. – Zweites Beispiel: Vor etwas mehr als drei Jahren werden im Rheingau auf einem Weingut gleich 130’000 Liter Wein beschlagnahmt. Die Schlagzeile des Wiesbadener Kuriers lautet „Dreck und tote Fliegen am Weinfass: Rheingauer Winzer gestoppt“. Scheinbar wurde der Wein unter hygienisch desolaten Bedingungen gelagert. Dem Thema wird aber von der Boulevard-Presse keine weitere Beachtung geschenkt. Peer F. Holm weist in seinem Blog als einziger darauf hin, dass im Artikel des Wiesbadener Kuriers das Weingut und der Winzer nicht genannt werden. Dies ist umso verheerender, da somit jeder der umliegenden Weinbetriebe für den Skandal theoretisch in Frage kommt. Die Zeitschrift Weinwirtschaft nennt zwar den Namen des Winzers und dieser erscheint auch in deren Newsletter, lesen können das aber nur Abonnenten, und wer ist das schon? Die Folgen sind nicht bekannt.

cnVergleicht man die Schwere der Tat, so sind Deutschlands Weinskandale geradezu harmlose Jungenstreiche im Vergleich zu China. Dort werden unlängst fünf Weinkellereien des Panschens verdächtigt. Einige der geprüften Weine enthalten keinen (!) fermentiertem Traubensaft, sondern lediglich Zuckerwasser, Farb- und Geschmacksstoffe. Es handelt sich also nicht mal ansatzweise um Wein. Unglaublich, aber wahr: Die Flaschen werden den Konsumenten als bekannte Marken angepriesen, und sind alle entsprechend etikettiert. Daraufhin werden von den Behörden sechs Personen festgenommen und drei Weinkellereien geschlossen. Insgesamt werden mehr als 5’000 Kisten Wein beschlagnahmt. Eine der verantwortlichen Gesellschaften, Jiahua, verkaufte bis zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung angeblich 2,4 Millionen dieser Flaschen jährlich. Weiter wurde festgestellt, dass die beigemengten Zusatzstoffe Kopfschmerzen, unregelmässigen Herzschlag und Krebs verursachen können. So skandalös das ist, die Nachricht hat eine lustige Wendung: Lokale Weinhersteller sagen nämlich, manche echte chinesische Weine seien so schlecht, dass sie nicht besser als die Fälschungen schmecken würden! Na dann, Prost.

FrankreichLetzte Woche lese ich im St. Galler Tagblatt:Im Weinland Frankreich kommt das Weintrinken aus der Mode. Der Pro-Kopf-Weinkonsum ist inzwischen annähernd dreimal geringer als im Jahr 1965.“ Kein Wunder, werden doch die guten Tropfen allesamt exportiert. Zudem kommen auch Frankreichs Winzer machmal vom rechten Weg ab. So werden zum Beispiel 1999 einige Bordeaux-Jahrgänge mit kleinen Mengen von Erdnussöl „verbessert“, um ihm den sauren Geschmack zu entziehen. Vermutlich wurden diese „Spitzenbordeaux“ nach China exportiert. Vielleicht dachte man sich im Bordelais, dass dort sowieso alles getrunken wird. – Ein weiterer Skandal: Ein Jahrzehnt später stehen zwölf Winzer und Weinhändler vor einem französischen Gericht. Der Vorwurf: Billig-Wein wurde als teurer Pinot-Noir deklariert und in die Staaten exportiert. Mehrere Millionen Euro wurden mit dem gefälschten Wein eingenommen. Interessante Nebennotiz: Nicht ein einziger US-Amerikanischer Konsument hatte sich beschwert.

ItalienIm Jahr meiner ersten, bewusst wahrgenommenen Fussballweltmeisterschaft wird im Austragungsland Italien einer der traurigsten Weinskandale der Geschichte aufgedeckt. Verschiedene Gründe bewegen einige Piemonteser Winzer 1986 zu kriminellen Machenschaften. Die Ausgangslage: In eben diesem Jahr ist der europäische Weinmarkt gesättigt. Der Export bricht ein. Italienische Winzer verdienen deshalb mehr Geld, in dem sie ihre Weine verspritten, also zu reinem Alkohol destillieren lassen. Immerhin 40% – 60% des ursprünglichen Marktpreises erhalten sie dafür noch von der EG. Besser als auf den eigenen Flaschen sitzen zu bleiben. Gleichzeitig senkt die italienische Regierung genau in diesem Zeitraum die Steuer für Methylakohol (Methanol). Da mit Methanol versetzter Wein bei der Destillationsvorgang mehr reinen Alkohol ergibt, entschliessen sich einige Winzer genau dies zu tun. Die Folge ist verheerend. 22 Personen sterben, ca. 100 erleiden schwere Gesundheitsschäden, allein elf davon erblinden. Selbst das Angeln im Fluss Piave wird verboten, da Händler den giftigen Wein in das fliessende Gewässer schütten, bevor die Polizei eintrifft.

Als ob das nicht genügen würde, wird fünf Jahre später schon der nächste Wein-Skandal aufgedeckt. 1992 werden in Oberitalien vier Millionen Liter Wein beschlagnahmt. Der Wein ist mit dem giftigen Schädlingsbekämpfungsmittel Methyl-Isothiocyanat versetzt. Scheinbar hat man immer noch nichts aus den Folgen des Methanol-Desasters von 1986 gelernt.

Im Jahr 2000 sind zwei von Italiens Exportschlagern betroffen: Chianti und Sassicaia. Für eine 85er Flasche von letzterem bezahlt man aktuell über 1’300 Franken (!). Beide wurden vor zwölf Jahren mit billigsten Weinen verschnitten und danach teuer verkauft. Der Skandal wurde aufgedeckt, weil einige Kenner – glücklicherweise – den Unterschied bemerkt hatten. Daraufhin werden 3’000 Flaschen Sassicaia und sage und schreibe 50’000 Hektoliter Chianti (= über 6 Millionen Flaschen!) beschlagnahmt. Drei beteiligte Personen wandern ins Gefängnis, gegen 215 Beteiligte laufen Ermittlungen.

2008 werden mehrere hundertausend Flaschen Brunello beschlagnahmt. Entgegen den Vorschriften wurden die Weine nicht ausschliesslich aus örtlichen Sangiovese-Trauben hergestellt, sondern mit Merlot und Cabernet Sauvignon aus Süditalien verschnitten. Dies vor allem, um die Weine für die Hauptabnehmer – wieder einmal die Amerikaner – lieblicher zu machen. Wir sprechen hier vom Risiko eines potenziellen Verlustes von 30 Millionen Euro Umsatz jährlich, alleine in den USA.

Nicht gesundheitsgefährdend, aber politisch inkorrekt: 2012 entdeckt ein aus den Staaten stammendes, jüdisches Pärchen auf seiner Italienreise Wein mit Etiketten, auf denen Hitler abgebildet ist. Die Weine heissen denn auch „Führerwein“ und „Der Kamerad“. Auch Mussolini hatte es schon auf das Etikett von Weinen gebracht. Und das nicht zu seiner Zeit.

SpanienAuch Spanien ist nicht immer ehrlich zu seinen Konsumenten. 2005 wird man in Deutschland stutzig, als man sich spanische Weine mit dem Aufdruck Gran Reserva etwas genauer ansieht. Eigentlich müssten der Wein mindestens fünf Jahre ausgebaut worden sein. Davon zwei Jahre im Holzfass, drei Jahre in der Flasche. Weil es sich aber um einen 98er Jahrgang handelt und der Korken ausschaut, wie man in gestern erst gerade hergestellt hätte, kann etwas nicht stimmen. Die Annahme erweist sich als richtig. Das Etikett ist gefälscht und der Wein wurde vom Produzenten mit Glycerin gestreckt. 100’000 Flaschen werden daraufhin aus dem Verkehr gezogen.

Zweiter Fall in Spanien: Einer von Robert Parkers Schreiberlingen soll von spanischen Winzern horrende Summen kassiert haben, um den von ihnen produzierten Weinen mehr Punkte zu geben. So zum Beispiel der 2010er Azumbre Verdejo aus der DO Rueda der Agricola Castellana. Der in Deutschland von Aldi Süd verkaufte Weisswein kriegt fette 90 Punkte und ist schon nach wenigen Tagen ausverkauft. Aldi führt übrigens den 11er Verdejo immer noch im Sortiment. Und der ist Parkers Leuten immerhin 89 Punkte wert. Trau, schau, wem?

ÖsterreichWenn ein Skandal bis heute regelmässig zitiert, oder zum Tischgespräch gemacht wird, ist es derjenige von 1985. Kein anderer hatte auf Verkauf und Export eine derart drastische und lang anhaltende negative Auswirkungen. Wie kam’s? Einige österreichische Produzenten wollten ihren Wein durch die Beigabe des Frostschutz-Alkohols Diaethylenglykol künstlich aufwerten. Durch anonyme Anzeigen wurde der Schneeball ins Rollen gebracht und entwickelte sich schnell zu einer unkontrollierbaren Lawine. Der Image-Schaden war enorm und hatte sogar Auswirkungen auf den Absatz von Weinen des Nachbarlandes Deutschland. Denn auch dort wurden Kontrollen durchgeführt und immerhin 27 Glykolfälle bekannt. In Deutschland beteuerte man aber stets, dass die Verseuchung der deutschen Produkte ausschliesslich durch den illegalen Verschnitt mit österreichischen Weinen zu Stande gekommen sei. Auch in Sekt und österreichischem Traubensaft entdeckte man teilweise bedenklich hohe Konzentrationen des Frostschutzmittels. Zu gesundheitlichem Schaden gekommen ist aber niemand. Interssanterweise war es die NZZ, welche die Auswirkungen bereits zum Zeitpunkt des Geschehens prophezeite:  „Was in Österreich vorgeht und wegen des Exports weltweit bis in die USA und nach Japan Aufsehen erregt hat, wird, so ist zu befürchten, auf Jahre und Jahrzehnte hinaus das Vertrauen in den Wein, in die Redlichkeit der Winzer und in die Glaubwürdigkeit der Weinhändler erschüttert haben.“ So kam es dann auch. Aus heutiger Sicht konnte den Österreichern aber nichts Besseres passieren. Die Qualität der Weine hat seither dramatisch zugelegt. Junge Winzer geben ihr Bestes, österreichischen Wein von hoher Qualität in die Welt hinauszutragen. Der Absatz ist seit 1990 um’s Fünffache gestiegen und die Weine unseres Nachbarn besitzen international wieder ein hervorragendes Image. Innerhalb Österreichs liegt der Marktanteil von österreichischem Wein bei unglaublichen 85%. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt er gerade mal bei 37%. – Fast wünscht man sich einen ähnlichen Urknall für unsere Weinwirtschaft. Natürlich ohne wirtschaftliche Folgen, personelle Konsequenzen und gesundheitlich Geschädigte.

Alles gelesen? Sehr gut gemacht! Jetzt aber schnell das Gelesene vergessen und die nächste Flasche entkorken. Am besten einen Portugiesen. Die scheinen Skandal-resistenter zu sein. Die Ausnahme bestätigt halt einmal mehr die Regel. Zum Trost: Betroffen sind ja meistens soweieso nur Billigst-Weine oder Flaschen, welche im Handel für einen drei-, oder vierstelligen Betrag den Besitzer wechseln. Puh, da kann ich wieder ein wenig aufatmen. Beide Preisklassen liegen mir und diesem Blog nämlich fern.

Falls ihr aber gerade einen Italiener vor euch stehen habt: Augen zu und durch!

P.S. Mehr vertrauenswürdiges Material konnte ich in der kurzen Zeit leider nicht auftreiben. Portugal, Griechenland und Ungarn produzieren scheinbar sauberen Wein, oder sind so raffiniert, ihre Skandale nicht publik werden zu lassen.

Quellen: China: 1 / Deutschland: 1 2 / Frankreich: 1 / Italien: 1 2 3 4 5 / Schweiz: 1 / Spanien: 1 2 / Österreich: 1 2 / Allgemein: 1


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Video killed the journal star

Journalisten, Händler und Weinexperten entdecken mehr und mehr die Plattform YouTube als Sprachrohr. Gedruckte Artikel werden dadurch zwar nicht verdrängt, aber zumindest sinnvoll ergänzt. – Die vinophile Gemeinde freut’s. Schliesslich ist das Spektrum des Gebotenen bunt und vielfältig. Drei, meiner Meinung nach sehenswerte, deutschsprachige Kanäle möchte ich euch heute vorstellen.

Captain Cork

Captain Cork ist der Kanal des gleichnamigen Blogs. Der Captain und seine Mannen bringen täglich ein bis zwei Beiträge in Textform unters Volk. Die direkte, ungekünstelte Art des Blogs wird glücklicherweise auch in den Videobeiträgen fortgesetzt. Die Clips sind amateurhaft gedreht und geschnitten, haben aber gerade deswegen einen bestimmten Reiz. Sie setzen sich bewusst von anderen Produktionen ab. Auch thematisch knüpfen der Captain und seine Crew in den Videos an den Blog an: Es geht um Weinempfehlungen, Ratschläge und nicht zuletzt um Kritik an bestimmten Personen und suspekten Vorgängen in der Welt des Weins*. Ungeschlagen finde ich den Clip, in welchem sich der Captain monologartig mit Robert Parker auseinandersetzt. Ein echtes Highlight! Ihre direkte und raubeinige Art macht die Seeleute sowieso sympathisch. Ich wünsche deshalb auch in Zukunft Mast- und Schotbruch!

Mich interessiert Wein

Der Deutsche Sommelier und selbst ernannte Weinpunk, Marco Giovanni Zanetti, betreibt den Kanal seit einem Dreivierteljahr. Gerade mal fünf Clips sind verfügbar. Die Anzahl Views und Abonnenten sprechen aber für sich: Zanetti bedient scheinbar ein echtes Bedürfnis im Netz. Der Mann mit der gequetschten Stimme erinnert mit seinen Tattoos und The Clash-T-Shirts zwar eher an einen Wohnzimmerpunk, der sich in eine Weinhandlung verirrt hat, seine Beiträge haben aber durchaus einen hohen Unterhaltungswert. Die Clips handeln nämlich weniger von einzelnen Weinen, sondern bieten auch Informationen und Talks zu allgemeineren Themen. In der Aufmachung erinnern die Beiträge ein wenig an Sendungen lokaler Fernsehstationen. Auf alle Fälle sind die Videos sympathisch und mit viel Herzblut gemacht. Zielgruppe ist – wen wundert’s? – die jungen Weintrinker. Dazu passt auch die Sprache des Someliers und die kultige Totenkopftasse auf dem Tisch. Leider mindern Zanettis nervöse Art und die an den Tag gelegte Selbstverliebtheit die Beiträge zum Teil erheblich. Auch der Redeanteil seiner Gäste könnte grösser sein, hat er doch durchwegs Besuch von Leuten, die auch was zu sagen hätten. – Schade. Trotzdem, alles in allem ein beobachtungswerter Kanal.

TVino

…ist das Kind des scheinbar omnipräsenten deutschen Master Someliers Hendrik Thoma. Ein Mann, der durch sein Auftreten polarisiert: Selbstdarsteller und Verkäufer sind schliesslich nicht bei allen beliebt. Sein kommerziell ausgerichteter Kanal existiert seit nunmehr drei Jahren und wird unter anderem vom FC St. Pauli und einem Hamburger Hotel gesponsert. Unter dem Slogan „Besserer Wein für alle!“ vertreibt TVino auf seiner Homepage diverse, meistens preisgünstige Weine ordentlicher Qualität. Die Clips sind durchwegs auf hohem Niveau. Kein Wunder, steht doch ein ganzes Team hinter der Produktion. Finanzierter Hochglanz eben. Hat man sich aber darauf eingestellt, sind die Beiträge meistens unterhaltsam und sehenswert. Das liegt oft auch an der Auswahl der geladenen Gäste. Hier eine kleine Kostprobe:

*Wobei auch der Captain geschäftlich in den Weinhandel verstrickt und damit journalistisch nicht völlig unabhängig ist.