Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Denner unstoppable – Ach du meine Fresse

Mein Gott Denner, was bist du aggressiv und unkontrolliert in letzter Zeit. Sobald ich deinen weissroten Schriftzug ausmache, manifestiert sich vor meinem geistigen Auge eine Mischung aus Discounter-Pitbull, und Rattenfänger von Hameln. Zwei Dinge, die die Welt nicht braucht.

PitbullDennerBegonnen hat es mit einer Pressemitteilung im letzten Jahr. Im Dezember 2012 registriert die Medienwelt die Übernahme des Coop-Weineinkäufers Christoph Bürki, den du dann auch baldmöglichst wieder ausspuckst. Personalwechsel werden nicht kommentiert, sagst du. Warum auch. Das nennt sich heutzutage Firmenpolitik. Flaschentesters Aufmerksamkeit ist geweckt. Je länger ich mich mit dir beschäftige, desto mehr ist kräftiges Kopfschütteln angesagt.

Du scheinst den medialen Äther recht grosszügig zu bedienen. Deine Fernsehwerbung, die mit den cinque stelle, scheint gerade der Renner zu sein. Alle wollen Gutscheine gewinnen. Alle haben Spass. – Auch ich hatte Spass, als ich für eine Bewertung deiner mittelmässigen Weine als glücklicher Gewinner einen Gutschein zugestellt bekam. Danke dafür. Leider sind die abgegebenen Kommentare und Bewertungen so inflationär, wie ich’s von Anfang an erwartet hatte. Kaum jemand bewertet deine Weine mit weniger als vier Punkten. Gleichzeitig kann ich die Öffentlichkeit beruhigen: Auch bei schlecht bewerteten Weinen, erhält man als Gewinner der wöchentlichen Verlosung einen Einkaufsgutschein per Post zugestellt. Einige Fragezeichen bleiben trotzdem: Schmecken all deine Weine ausnahmlos gut, wie etwa von Chandra Kurt im Weinseller propagiert? Haben deine Kunden Angst, sich mit treffenden Bewertungen online zu outen und einen Shitstorm auszulösen? Fehlt es Denner-Weinkonsumenten grundsätzlich an Geschmack und Qualitätsbewusstsein? Wo bleibt die eigene Meinung? Man weiss es nicht. Fest steht: Viele lechzen nach deinen Gutscheinen, welche sie dann wieder in Wein investieren, den sie online bewerten, damit ihnen ein Gutschein… ach, wechseln wird lieber das Thema.

Weinkrieg2Auch offline, zum Beispiel auf Papier, bist du ganz schön präsent. Deine Marketing-Offensive umfasst sogar zwei hauseigene Weinzeitungen. Ja richtig, Plural. Von deinem Weinführer ist die Rede, und von einer gehefteten, mehrseitigen Papierwerbung, welche du als Weinzeitung betitelst. Beide sind auch online, als PDF, mit allem dazugehörigen Bedienerschnickschnack abrufbar. Usability scheint von dir neuerdings online ja sowieso ganz GROSS geschrieben zu werden. Denn unterdessen findet man auf http://www.denner.ch eine komplett überarbeitete Seite mit klarer Struktur und einer benutzerfreundlicheren Navigation als noch Anno Domini Zweitausendirgendwas. Den Konsumenten freut’s. Auch ich haber darüber berichtet und war mit deinem Auftritt ziemlich zufrieden. Umso trauriger stimmt mich deshalb die Tatsache, dass du uns Weinkäuferinnen- und Käufern immer wieder mit dem selben Wein hinters Licht führst. So entdecke ich auch heute, online, beim Schreiben dieses Artikels, wieder eine Rocca Rubia-Aktion. Nicht die erste, wohlgemerkt. Der Wein des Anstosses wurde bereits mehrmals von dir zum Spottpreis angeboten, war aber in den Läden meines Wissens nie erhältlich. Ein St. Galler Weinhändler erwog deshalb sogar rechtliche Schritte gegen dich einzuleiten. Meine Fresse Denner, was soll denn das? Bitte Seinlassen, danke.

DennerDrLoosenDafür, dass du überraschenderweise den hinlänglich bekannten 2010er Pannobile von Heinrich einige Tage als Schnäppchen angeboten hast, bin ich dir hingegen sehr dankbar. Sowieso scheinst du auf dem österreichischen Auge nicht mehr ganz so blind zu sein. Das beweist du nicht nur mit der Heinrich-Aktion, sondern auch der Aufnahme eines einfachen Grünen Veltliners in dein Sortiment. Seit kurzem gibt’s bei dir von Zeit zu Zeit sogar einen Zweigelt aus der Wachau. Weiter so. Beiss dich bei den Österreichern fest. Das hat Zukunft.

Auch Deutschland schien für kurze Zeit endlich in dein Beuteschema zu passen. Ursula – Achtung Wortwitz! – Beutler, welche ja auch schon für Manor und Coop weinmässig einkaufen durfte, hat bestimmt ihre Beziehungen spielen lassen, als sie einen Dr. Loosen für dich an Land zog. Stimmt’s? Das gibt dennoch zu denken. Gerade mal Fr. 9.85 habe ich für das Erdener Treppchen bezahlt. Deine Preisgestaltung ist unglaublich aggressiv. Andere Händler verlangen zum Teil das Doppelte und werden von deiner Aktion alles andere als begesteiert sein. Gerade gestern habe ich dich besucht. Es standen immer noch einige Flaschen zum momentanen Aktionspreis von Fr. 12.30 bei dir im Laden. Aus dem Online-Shop und deiner App hast du ihn aber ganz schnell wieder entfernen lassen. Warum denn das? Hat der deutsche Onkel Doktor die ausgemachte Liefermenge etwa nicht eingehalten, oder war das einmal mehr eine deiner geschickt eingefädelten Finten, um den Kreis der Dennerkonsumenten zu vergrössern? Schliesslich durften nur gerade vier Kunden den Riesling bewerten, bevor er wieder vom Bildschirm verschwand. Ich bin ratlos.

DennerBordeaux2011Selbst bei den französischen Weinen reitest du schon seit einiger Zeit auf der inzwischen massentauglichen (Bordeaux-)Welle. Ganze elf Flaschen aus dem Bordelais stehen bei dir im Regal. Weiss, rot, süss: Keiner kostet mehr als zwanzig Franken und alle schmecken sie höchstens durchschnittlich. Hauptsache, Bordeaux steht drauf. Zwar kann man Bonnet, Partarrieu und Konsorten durchaus trinken, der Spass bleibt – zumindest bei mir – dabei jedoch aus. – Ich komme ins Grübeln. Lange Zeit fragte ich mich ernsthaft: Where have all the Grand Crus gone? Und sind wir ehrlich, die paar ernst zu nehmenden Fläschchen, welche irgendein französischer Camion die letzten zwei, drei Jahre jeweils im Herbst anlieferte, waren im Vergleich mit Pickpay-Zeiten nicht der Rede wert. Seit letzter Woche erkennt man aber wenigstens etwas Licht am roten Dennerhorizont. Endlich findet man wieder eine Auswahl an französischen Châteaux, die ihren Namen verdient. Auch deine Preise sind fair. Und ist es nicht schön zu sehen, wie sich in alter Denner-Manier, Bordeaux-Kistchen lieblos auf einer Holzpalette stappeln? So soll es sein. So mag ich dich.

WeihnachtsbaumIn Anbetracht dessen, dass in absehbarer Zeit Weihnachten vor der Tür steht, sende ich dir vier naive Wünsche zu:

1) Lass die Rocca Rubia-Aktionen sein. Erstens gibt’s den Wein nicht bei dir zu kaufen, zweitens nervt das andere Händler, drittens registrieren auch wir Konsumenten diese Bauernfängerei.

2) Erweitere dein Sortiment um deutsche Weine. Warum nicht mal ein, zwei ordentliche Rieslinge, oder einen Spätburgunder ins Programm nehmen. Meine Sympathiepunkte würden dir automatisch zufliegen. Das gilt auch für das Kabitel Bio. Gerade mal ein Bio-Wein unter 243 Positionen, also bitte. Das geht besser.

3) Meine persönliche Überdosis an Denner ist längstens erreicht. Reduzier‘ deine Werbeaktionen auf die Hälfte. Höchstens. Danke.

4) Weiter so beim Thema Bordeaux. Gerne darfst du auch Flaschen unter zwanzig Franken anbieten. Dann aber bitte ordentliche und nicht das olle Bonnet-Zeugs.

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Buchbesprechung: Wein und Reisen – Bordeaux / Britta Wiegelmann

Was erwarte ich von einem Reiseführer? Noch dazu von einem, der von einem der bekanntesten Weinanbaugebiete Europas handelt? Ganz einfach: Ich möchte ans Thema herangeführt werden, ich möchte Infos zur Region und auch was für’s Auge. Sprich: Aussagekräftige und ansprechende Illustrationen. Die persönliche Note darf dabei nicht fehlen, ebenso erhoffe ich mir Vorschläge für aussergewöhnliche regionale Hotels, Restaurants und Ausflugsziele, die der vinophilen Gemeinde gefallen könnten.

Das alles hat sich vermutlich auch einer der Herausgeber des deutschen Verlags Die Werkstatt gedacht. Seit längerem veröffentlicht letzterer nämlich innerhalb der Reihe Wein und Reisen, Titel zu verschiedenen Weingegenden dieser Welt. So erschienen bereits Ausgaben zum Rhonetal, Friaul, Rheingau, Venetien, Barolo und Südafrika. Die vorliegende Ausgabe ist Bordeaux gewidmet und seit etwas mehr als vier Jahren im Buchhandel erhältlich.

Autorin ist die deutsche Weinjournalistin Britta Wiegelmann. Seit 2001 ist sie für die helvetische Fachzeitschrift Vinum tätig. Während zweier Jahre, nämlich von 2010 bis 2012, zeichnete sie sich gar als Chefredakteurin derselben verantwortlich. An der önologischen Fakultät Bordeaux liess sich Wiegelmann zudem zur Diplom-Sensorikerin ausbilden.

Ihr Taschenbuch gliedert sich in fünf Teile. Nach einer Einführung allgemeiner Art folgen Kapitel, welche sich den einzelnen Bordelaiser Appellationen (z.B. Médoc) widmen. Wiegelmann geht bei jedem Anbaugebiet auf die dort relevanten Themen ein. Im Médoc unter anderem auf die Châteaux Margaux und Mouton Rothschild, auf die Sauternes in den Graves, in Saint-Émillion geht es unter anderem um Kult- und Garagenweine, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei gleicht kein Kapitel dem anderen. Inhaltlich wird dem Leser in einer sehr kurzweiligen und angenehmen Art stets das Wichtigste vermittelt. Wiegelmann schreibt anregend und trotz der Format bedingten Kürze, ohne einen Hauch von Halbwissen oder Trivialität aufkommen zu lassen. Davon könnten sich manch‘ andere Reiseführer eine Ecke abschneiden. Beim Lesen merkt man, dass die Autorin einen starken Bezug zur Region Bordeaux hat. Der Text wurde offensichtlich auf Basis umfassender Ortskenntnisse und persönlicher Erfahrungen verfasst.

Ein entsprechendes Reisebudget vorausgesetzt, sind gerade die von Wiegelmann empfohlenen Lokalitäten toll.  Wir haben uns 2010 selbst von der Güte einiger der vorgeschlagenen Häuser überzeugen können. So zum Beispiel auf einer unserer ersten Stationen im Bordelais: Dem Entre-Deux-Mers. Neugierig auf eine der Taschenbuch-Empfehlungen reservierten wir ein Doppelzimmer im „Les Logis de Lestiac“ nahe der Garonne. Die alte Villa liegt mitten in einem dieser typischen, etwas heruntergekommenen, französischen Dörfer. Sieben Häuser, eine Kreuzung und ein Dorfplatz. That’s it. Unser Navi führt uns zu einem Anwesen, welches in einem kleinen Park, direkt an der Durchgangsstrasse liegt. Die Zimmer und das Ambiente sind aber äusserst charmant. Man findet sich in einer kleinen Oase wieder. Strassenlärm und Provinzflair machen vor den Toren der Logis de Lestic Halt. In unmittelbarer Nähe liegen zudem zahlreiche Spazierwege, unzählige Châteaux und Reben so weit das Auge reicht.

LogisDeLestiac

Eine der empfohlenen Adressen: Les Logis de Lestiac im Entre-Deux-Mers

Wir essen – ebenfalls auf Wiegelmanns Empfehlung hin – im nahen gelegenen Örtchen Bouliac, in einem Restaurant/Hotel namens Le Saint James. Auch hier ist alles allererste Sahne. Neben vielen anderen geographischen und gastronomischen Erkundungstouren wird unser Aufenthalt durch einen Besuch bei einem namhaften Weingut abgerundet. Wir melden uns für eine Tour auf dem renommierten Château Lynch-Bages an. Die Besichtigung ist äusserst spannend, das Château ausgesprochen gut auf Besucher eingestellt. Auch eine Besichtigung mit anschliessender Degustation für gerade mal vier Personen wird diskussionslos durchgeführt. Toll! Es hat sich gelohnt. Wiegelmanns Reiseführer hat sich vor Ort bewährt.

Zurück zum Buch: Abzüge gibt’s für’s Layout. Dieses kommt etwas gar handgestrickt rüber. Das Taschenbuch ist fade, fast schon ein wenig amateurhaft gestaltet. Die Illustrationen unterstreichen zwar das Geschriebene, jedoch selten auf demselben Qualitätsniveau. Viele der Abbildungen muten wie Schnappschüsse an, welche Wiegelmann auf einem ihrer Bordeaux-Streifzüge geknippst hat. Den Umschlag und vor allem die Text-Bildanordung hätte man ebenfalls ansprechender gestalten können. Das Layout erinnert entfernt an ein Chemiekompendium der Sechzigerjahre. Schade.

Ein weiterer Minuspunkt: Manche Leser werden Kartenmaterial vermissen. In Zeiten von TomTom und Smartphone fällt das Fehlen von Karten meiner Meinung nach aber nicht allzu sehr in’s Gewicht. Ausserdem halte ich zur Orientierung immer noch lieber eine ordentliche Strassenkarte, als ein widerspenstiges Taschenbuch in der Hand. Trotzdem: Wenigstens eine grobe Übersicht – zum Beispiel im Umschlag – hätte man der Ausgabe aber schon spendieren können. Auch eine kurze Vita der Autorin gehörte eigentlich irgendwo abgedruckt. Diese sucht man aber ebenfalls vergeblich.

Fazit: Britta Wiegelmanns Taschenbuch bietet dem Wein-Interessierten nützliche Informationen rund um’s Thema Bordeaux. Neben historischen Textpassagen enthält die Ausgabe Beschreibungen der Appellationen und deren Typizitäten. Für den Reisenden am wertvollsten sind vor allem Wiegelmanns Hotel- und Restaurantempfehlungen. Von einigen konnten wir uns vor Ort selbst ein Bild machen und wurden durchwegs positiv überrascht. – Die Aufmachung des Reiseführers wirkt jedoch altbacken und uninspiriert. Das trifft auch auf die anderen Ausgaben der Wein und Reisen-Reihe zu. Hier sollte der Verlag unbedingt nachbessern. Wer Karten oder Beschreibungen touristischer Sehenswürdigkeiten erwartet, wird herb enttäuscht werden. Denn beides findet man in diesem Reiseführer nicht. Weinfreaks, welche erstmals das Bordelais erkunden wollen und auf der Suche nach Anregungen aus erster Hand sind, erhalten mit diesem Taschenbuch einen ansprechenden Helfer. Ich gebe 17 Punkte.

WeinUndReisenBordeaux

Punkte: 17/20
Passt zu: Reisefreudigen, Gourmets, Bordeaux-Liebhabern
Preis: Fr. 19.90

  • ISBN-10: 3-89533-632-7
  • EAN: 9783895336324
  • Erscheinungstermin: August 2008
  • Verlag: Die Werkstatt
  • Einband: Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • Erhältlich im Rösslitor


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BxTotal – iPhone/iPad App

Bordeaux-Trinker kämpfen immer wieder mit denselben Fragen. Welche der unzählige Châteaux bieten eine vernünftige Qualität, welche Jahrgänge sind empfehlenswert und wann ist der Zeitpunkt gekommen, die geliebten Flaschen zu öffnen? Anworten darauf findet man seit kurzem in Form einer App. Bordeaux-Papst René Gabriel stand dafür Pate.

Die App ist an den gleichnamigen und weitgehend bekannten Weinführer Gabriels angelehnt. Die gedruckte Form ist eines der Standard-Werke für Bordeaux-Liebhaber. Darin findet man Anmerkungen, Illustrationen und vor allem Bewertungen zu über 300 Châteaux und ihren Weinen pro Jahrgang (!). Der Methusalem unter den verkosteten Weinen ist ein Bordeaux aus dem Jahr 1784.

Neben der Veröffentlichung einer Pocket-Ausgabe von Bordeaux Total hat sich Gabriel im Sommer des letzten Jahres dazu entschlossen, mit der Zeit zu gehen, und seine Bewertungen und Angaben zur Trinkreife von Bordeaux-Weinen nun auch in Form einer App für das iPhone und iPad unter’s Volk zu bringen. Sehr schön. Für den Preis von neun Franken kann man das Progrämmchen im Apple App-Store erwerben und downloaden. Die Bedienung ist selbst erklärend, die Menu-Führung einfach und die Aufmachung zweckmässig – insgesamt also eine Anwendung ohne grossen Schnickschnack. Mir gefällt das, man kommt schnell zum Ziel.

Ein Beispiel:

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Die Suchfunktion

Ich steh‘ im Denner. Vor mir ein Regal mit einigen Flaschen aus dem Bordelais: Ein 2010er Château Seguin, ein 2008er La Garricq und ein 2010er Chasse-Spleen stehen da. Ich zücke mein iPhone, tippe rasch die Anfangsbuchstaben der Châteaux ein und sehe sofort die Punktzahlen: Seguin: 18/20, La Garricq 17/20 und Chasse-Spleen 16/20 Punkte. Infos in Textform findet man keine. Wer das will, muss nach wie vor zu den gedruckten Ausgaben von Bordeaux Total greifen.

Jedoch bietet die Applikation einen Sucherverlauf, der sich die letzten zwanzig aufgerufenen Weine merkt. Prima! Auch in Sachen Stabilität lässt die App nichts zu wünschen übrig, stürzte sie doch im mehrwöchigen Test nicht ein einziges mal ab. Die Resultatseite zeigt nicht nur Bewertungen an, sondern gibt auch Auskunft über die Trinkreife des abgefragten Weins. Natürlich ist das immer auch von der Lagerung und anderen Faktoren abhängig, die App gibt aber schon mal einen guten Anhaltspunkt.

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Resultate: Château, Appellation, Jahrgänge samt Bewertungen und Angaben zur Trinkreife.

Alles in allem kann ich die Software wärmstens empfehlen. Zu dem Preis sowieso. Schliesslich erhält man für einige Franken eine durch Gabriel ständig aktualisierte Datenbank mit hunderten von Weinen verschiedener Jahrgänge. Wenn du also schnelle Hilfe beim Bordeaux-Kauf suchst, oder nicht sicher bist, wann du deine Flaschen entkorken sollst, gehört die App zur Grundausstattung. – Vorausgesetzt, du vertrautst den Einschätzungen Gabriels und besitzt ein iPhone oder iPad. Was du jedoch nicht erwarten darfst, sind Detailinformationen, Preisvergleiche und dergleichen. Das Programm kann zwar nur wenig, das dafür aber gut. Eine Qualität, die man im aktuellen App-Dschungel leider viel zu selten findet.

Punkte: 20/20
Passt zu: Bordeaux-Fans mit iPhone/iPad
Preis: Fr. 9.-

BX Total findest du hier