Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Kurz angenippt: Cantine Settesoli – Seligo Rosso Sicilia IGT 2012

Notizen

In der Nase Kirschen, Rosmarin und Vanille. Auch etwas Leder, ferner ein Hauch Gummi. Die Farbe ist Schwarzrot, aufhellend am Rand. Am Gaumen füllt der Wein angenehm, schöne Säureintegration, fast schon süsslich. Holz, Teer, Leder, sprittige Note bei zu kalter Temperatur merklich vorhanden und etwas störend. Ebenfalls ein vegetabiles Spektrum vorhanden: Waldboden (Pilze, Moos), nasser Erdboden. Insgesamt rund, fruchtig, versöhnlich. Mittelschwerer Körper, weiche Tannine und ein angenehmer Abgang, gefolgt von einem fruchtigen Nachhall. Das Dekantieren kann man sich schenken. Der Wein passt zu Schweinefilet und vor allem Pasta sehr gut. Allerdings sollte man die Flasche austrinken und nicht im Kühlschrank über Nacht stehen lassen. Der Süditaliener ist dafür nicht geeignet. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut. Der Seligo Rosso ist ein unkomplizierter Italiener, eine gefällige, allgemein verträgliche Cuvée aus Shyraz und Cabernet Sauvignon. Vinifiziert wird der Rote in Sizilien, und zwar vom grössten italienischen Produzenten – Cantine Settesoli. Ich gebe 14- 15 Punkte.

Settesoli Seligo Rosso

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Kurz angenippt: Domaine Josmeyer, Fleur de Lotus, 2012

Notizen

Leichter Bio-Wein aus dem Elsass. Sehr spezielle Cuvée aus Pinot Blanc, Gewürztraminer, Muscat und Riesling. Fleur de Lotus – Nomen est omen: Florale Noten, Pfeffer, Lakritze, Koriander. Im Boquet überwiegt der Gewürztraminer, dessen Süsse ist im Mund jedoch angenehm zurückhaltend. Die Säure ebenfalls. Mittlere Länge. Schöner Abgang. Unspektakulärer Wein im positiven Sinne. Guter Essensbegleiter bei würzigen, asiatischen und indischen Speisen. Ohne passende Gerichte macht der Fleur de Lotus jedoch kaum Spass. Auch als Apéro-Wein fällt er definitiv durch. Kennt man sein Einsatzgebiet, weiss er aber zu gefallen. Ich gebe 15 Punkte.

Josmeyer Fleur de Lotus

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Kurz angenippt: Germanier, Amigne de Vétroz, 2012

Notizen

Im ersten Moment einfach nur sehr süss. Unglaublich intensiver Duft nach Honig. Erinnerungen an Met werden wach. Der Süsse trotzt glücklicherweise ausreichend Säure. Der Weisswein harmoniert am ehesten zu scharfen asiatischen oder indischen Gerichten. Er ist süffig, ermüdet aber auch den Gaumen relativ schnell. Ich bin froh, nur das Kleinflaschenformat aufgetischt zu haben. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die Farbe, das Bouquet und der Geschmack sind tadellos, letzterer aber vor allem Geschmackssache. Meinen trifft’s nur bedingt. Der Wein ist ein typischer Degustationsschmeichler. Einmal mehr handelt es sich um einen sehr speziellen helvetischen Weisswein, für den die ideale Essenpaarung noch gefunden werden muss. Trotzdem ein Schweizer Qualitätsprodukt von Germanier: 16 Punkte.

AgnedeVétroz

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Let’s Woo! – Aufricht, Grauburgunder 2012

Jenseits des Bodensees gibt es eine umtriebige Winzerfamilie. Die Aufrichts. Der Name ist Programm. Wenigstens bei mir. Unlängst landete nämlich eine Flasche ihres 2012er Grauburgunders in meinem Domizil. Zum Glück, kann ich da nur sagen. Denn der Meersburger provozierte auf Anhieb einige Oohs und Aahs. Flaschentester wird zum Woo-Girl. Wenigstens für einen Abend lang. Warum? Lest selbst.

Jetzt mal ganz unter uns, wer hätte gedacht, dass Süddeutscher Wein was kann? Meine Kurztrips in die ufernahe germanische Landschaft waren bisher vor allem durch zwei sich wiederholende Umstände geprägt: Schlechten Spätburgunder und bis zum Rand gefüllte Rotweingläser, oder aber einfache Weisse, mit welchen man Bodenseefisch  unspektakulär aber durchaus passend runterspülen kann. Ich Ignorant, ich. – Flaschentester bittet offiziell um Absolution. Danke.

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Familienidylle am Bodensee: Drei Generationen Aufricht.

Umdenken ist angesagt. Baden-Württemberg, mein Interesse ist geweckt. Schuld daran ist die bedauerliche Schliessung der Weinhandlung zum Turm in St. Gallen. Denn wie ein Phönix aus der Asche schiesst an derselben Location schon das nächste Geschäft aus dem Boden. Eines das sich auf Spirituosen spezialisiert hat: Glen Fahrn zum Turm. Im Schaufenster stehen kurz vor Weihnachten auch einige Rotweinflaschen. Protzboliden aus Bordeaux. Doppelmagnum und Impérial lassen grüssen. Also nichts wie hinein, da muss es schliesslich auch Wein geben.

Meine Degustationspartnerin begleitet mich. Wir betreten das Lokal und lassen Whiskey und Cognac links liegen. Schnurstracks geht’s Richtung Keller. Und siehe da, etliche Weinflaschen besetzen die Regale des Gewölbes. Schön. Beeindruckend vor allem die Bordeaux-Vollversammlung. Wohl sortierte und vor allem trinkreife Flaschen zeigen sich von ihrer besten Seite. Da steckt Herzblut darin. Auch der Sauternes-Liebhaber kommt nicht zu kurz. Nach kurzem und sehr angenehmem Smalltalk mit dem Sommelier Steffen Haasl, empfiehlt uns dieser einige Flaschen der Aufrichts. Wir entscheiden uns für den 2012er Grauburgunder. Schliesslich steht abendlich Risotto auf dem Programm. Und was passt da besser? Eben.

Eine Lilie schmückt die Burgunder-Flasche, das Signet für die Spitzenlinie des Winzers. Ich schenke ein. Der Wein ist quittengelb. In der Nase Honigmelone, Grapefruit, Birne, Gräser und Stachelbeere. Im Mund erkennt man auf Anhieb einen typischen Grauburgunder. Was dann kommt ist einfach der Hammer: Ein breiter, fetter und vor allem nussiger Weisswein mit Druck. Wunderbarste Säure, langer Abgang und ein Nachhall mit diesem faszinierenden prickelnden Element. Der Wein hat Schärfe, oder hebt diejenige der Speise wenigstens aufs Wunderbarste hervor. YES! Ein Bilderbuch-Grauburgunder. Was für eine Entdeckung!

Aufrichts, ihr habt mich kalt erwischt. Euer Grauburgunder ist einfach nur fett. Von Anfang bis Ende. Mit und ohne Essen und überhaupt. Die nächsten Ferien am See sind gebucht. Ein Besuch bei euch scheint unausweichlich. Noch heute schallen Woos und Aahs im Casa Flaschentester nach. Meine Nachbarn haben sich unterdessen daran gewöhnt. Ich gebe 19 Punkte und fahre mein Lautsystem wieder auf eine angenehm zurückhaltende und vor allem leise Swissness runter.

Aufricht 2012 GBPunkte: 19/20
Passt zu: Risotto
Preis: Fr. 22.-

 

Aufrichts Grauburgunder gibt’s bei Glen Fahrn in St. Gallen. Andere Weine desselben Winzers zum Beispiel bei whiskyworld.de


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Riesling für den Niesling: Van Volxem Fuder 13, 2012

Flaschentester hat sich erkältet, als er wiedermal für seinen Blog mit dem Radl durch Eiseskälte und Schneeregen quer durch die Stadt einige Rote und Weisse besorgen ging. Die Nase tropft, die Ohren sind scheinbar mit Watte gefüllt. Als wäre das nicht schon genug, meldet sich der interne Bio-Sensor plötzlich mit einer leichten Erhöhung der Betriebstemperatur. Da hilft nur eines: Trinken.

In der Küche wartet schon der Hustensirup, weiter geht’s mit eimerweise Tee. Kaum ist die Tropfnase verklungen, nehme ich Abschied von den Tassen und halte meinen Rüssel endlich in ein anständiges Glas. Eins mit Riesling drin. Er hört auf den Namen Fuder 13.

Der Begriff steht an der Mosel für ein Weinfass mit sage und schreibe 1’000 Litern Inhalt. Nicht schlecht, Herr Specht – pardon – Niewodniczanski. So heisst nämlich der Mann, der 1999 das etwas eingeschlafene VDP-Weingut Van Volxem, ehemals Jordan & Jordan, übernahm und wieder auf Kurs brachte. Der Spross der Bitburger-Führungsriege, schien von Anfang an ein glückliches Händchen und genügend Geld für die Neuorganisation des deutschen Traditionsbetriebs zu haben. Auch seine Philosophie scheint erfolgsversprechend zu sein: Lese von Hand, Ertragsreduzierung an den Reben und akkurate Laubwandarbeit werden bei dem Online-Nachschlagewerk gelistet. Die Weine gären ausserdem ohne Zusatz von Industriehefen und werden nicht geschönt. Traditionell ist auch das Vergären des Mosts im besagten Fuder. An der Saar ist Bio angesagt. Und wie.

Das klingt ja schon mal gut. Mehr ist auch mit Hilfe von Van Volxems Homepage leider nicht in Erfahrung zu bringen. Diese besteht nämlich lediglich aus einer Art Diashow. Also müssen für diesen Artikel Sekundärquellen herhalten. Schade. Denn Roman Niewodniczanski macht auf Understatement pur, denke ich mir und nippe nochmals am Weissweinglas. – Der Mann kann das aber auch. Er hat Hirn, Moneten, Erfolg, Aussehen, Auszeichnungen und vermutlich auch sonst alles was man sich wünscht.

Dieses Bild vermitteln einem wenigstens die Medien – und auch das geschickte Marketinghändchen von Niewodniczanski himself. Denn, wenn man was über ihn liest, dann nur Märchenhaftes. Vom weissen Ritter ist die Rede, von einem Pionier, einem der alles richtig anpackt und ausschliesslich dem Wein und der Region dient. Hach, zu schön um war zu sein, diese streckenweise auf Boulevard-Niveau geschriebenen Artikel über den Riesling-Robin Hood. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Hochglanzbildern: Roman mit Hund. Roman im Weinberg. Roman im Frack. Roman als Actionheld. Roman im Büro. Die Liste liesse sich spielend fortsetzen. Dallas meets Denver Clan meets Falcon Crest. Egal, mich interessiert in erster Linie der Wein. Aufgeblasene Werbemaschinerie oder nicht, ich trinke und geniesse.

VanVolxem

Nein, keine neue Soap, sondern ein Winzer im Glück: Roman Niewodniczanski (rechts im Bild).

Denn das muss man den den deutschen Rieslingen lassen: Nirgendwo sonst auf der Welt erhält man solche Spitzenqualitäten zu derart moderaten Preisen. Selbst Grosse Gewächse kosten heute selten mehr als fünfzig Franken. Und auch ein einfacher Kabinett oder Gutswein kann bereits enorm Spass machen. Riesling ist toll. Riesling ist bezahlbar. Riesling macht Spass!

Der Fuder 13 liegt preislich im unteren Mittelsegment und stammt aus dem schönen Rieslingjahr 2012. Es handelt sich um die A-Klasse des Van Volxem-Sortiments. Was kann ich von dieser erwarten? Nun, wie beim deutschen Automobilhersteller, durchwegs Wertiges. Niewodniczanski’s Abfüllung besticht in der Nase durch allerlei gelbe Früchte. Man riecht Grapefruit, Ananas, Banane und etwas Zitrone. Der Duft ist durchaus betörend. Im Mund ist der Volx relativ unspektakulär. Die Säure ist angenehm, der leichte Sprudel gefällt, der Früchtekorb ist nach wie vor vorhanden. Ein Hauch Mineralität mischt sich ins Spektrum. Der Wein besitzt eine liebliche Attitüde, er ist süffig und unkompliziert, gleichzeitig aber auch angenehm erfrischend. Es ist ein Wein für Gelegenheitsgeniesser und solche, die sich geschmacklich nicht zu weit aus dem Fenster wagen wollen. Van Volxem’s Riesling ist schlicht ein sehr solider, vollmundiger Wein.

Für etwas mehr als zwanzig Franken erhält man einen überaus ordentlichen produzierten, und durch und durch traditionellen Riesling ins Glas. Es handelt sich um einen schönen fruchtigen Weisswein, der auf Anhieb Spass macht. Es gibt preisgünstigere Flaschen gleicher Qualität, keine Frage. Doch auch diese hier kann man bezahlen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung. Schliesslich wollen Van Volxem’s Webdesigner auch bezahlt werden. Und wenn noch einige Flaschen mehr des Fuders über die Ladentheke wandern, gibt’s vielleicht in naher Zukunft ausser Bildern, online inhaltlich auch mal was Nahrhafteres zu sehen. Schön wär’s. Ich gebe 17 Punkte. – Meiner Nase geht’s übrigens wieder besser. Danke der Nachfrage.

Fuder13

Punkte: 17/20
Passt zu: (Ziegen-)Käse, vegetarisch-würzigen Gerichten, kalten Platten, Bauern-Omelette
Preis: Fr. 21.00 / € 13.85

Van Volxem’s Fuder 13 gibt’s bei Mövenpick Schweiz oder Deutschland.


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Kurz angenippt: Settesoli, Syrah di Sicilia, IGT, 2012

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

Settesoli-Syrah


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Kurz angenippt: Wachau, Grüner Veltliner, 2012

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

GrŸüner Veltliner


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Kopp von der Crone Visini – Vigoria Merlot 2010

Draussen wirbelt’s seit Tagen Schnee um die Häuser. Alkohol soll bekanntlich ja wärmen. Also wird’s wieder mal Zeit, eine Flasche zu entkorken. Mir ist nämlich kalt. Ein Schweizer soll es sein. Da ich auf Pinot Noirs oder westliche Weisse gerade keinen Bock habe, reise ich innerlich gen Süden und köpfe einen Tessiner Merlot.

Er stammt vom Gut Kopp von der Crone Visini. Mit der Betriebsgründung erfüllen sich eine promovierte Agronomin und ihr Mann 1994 den gemeinsamen Traum vom eigenen Reb- und Weinbau. Das Ehepaar zieht von Zürich ins Tessin. Ab 2002 arbeitet die verwitwete Anna Barbara von der Crone dann fortan mit dem befreundeten Winzer Paolo Visini zusammen. Vier Jahre später werden ihre beiden Betriebe unter einem Dach vereint. Die gemeinsame Cantina befindet sich südlich von Lugano, in Barbengo. Das Weingut hat mit seinen sieben Hektaren helvetische Durchschnittsgrösse. Die Reben liegen in Mendrisiotto, Luganese und Bellinzonese. Also im ganzen Tessin verstreut. Laut eigener Aussage legen Von der Crone und Visini grossen Wert auf einen möglichst schonenden Umgang mit der Natur und die Förderung der Biodiversität. Es ist ihre Überzeugung, „…dass sich eine nachhaltige Bewirtschaftung auch in der Qualität der Trauben niederschlägt.“ So erklärt sich auch der Umstand, dass die Winzergemeinschaft grosse Parzellenteile als Nützlingslebensraum bestehen bleiben lässt.

Barbengo

Auch in Barbengo soll’s manchmal schneien.

Insgesamt elf Weine werden von Anna Barbara und Paolo gekeltert. Darunter vier sortenreihe Merlots und drei auf Merlot und Cabernet Sauvignon basierende Cuvées. Beim Irto und beim Scala kommt zusätzlich Petit Verdot zum Einsatz. Beim Balin erweitert Arinarnoa den Wein um Fleisch, Säure und Würze. Aber auch vier sortenreine Weissweine und Weisswein-Cuvées (aus Viognier, Chardonnay, Kerner, Sauvignon blanc), Grappa und Likör werden auf dem Gut produziert. Viognier ist übrigens eine Rhone-typische Sorte, Kerner eine Kreuzung von Trollinger und Riesling und Arinarnoa eine Neuzüchtung aus Bordeaux. Für letztere standen Merlot und Petit Verdot Pate. Angesichts der Gesamtfläche der bewirtschafteten Reben ist das Sortenspektrum erstaunlich vielfältig. Möglich macht dies vor allem der Umstand, dass sich im Tessin die Bodenverhältnisse auf kleinem Raum sehr stark unterscheiden.

Kaum habe ich den Vigoria gekauft, setze ich mich vor meine Apfelkiste und surfe zu Hause neugierig ein wenig durch’s Netz. Google sagt mir, dass sich scheinbar zahlreiche St. Galler Händler auf die Weine dieses Guts eingeschworen haben. Neben Martel und Zweifel führen Lanz und Mövenpick ebenfalls Flaschen aus Barbengo in ihrem Sortiment. Auch Robert Parker bzw. einer seiner Verkoster lässt grüssen: Der Tinello vom selben Gut gehört laut David Schildknecht zu den besten Schweizern 2012. Schön.

Dekantiert habe ich den Wein nicht. Ich schenke ein. Der Wein scheint dunkelrot. Die Nase ist herrlich intensiv. Ein toller Merlot-Duft strömt einem entgegen. Man riecht sortentypisch vor allem Pflaume und Kirsche. Nachdem ich das Weinglas ein wenig schwenke, erreichen auch die schwereren Kräuternoten mein Riechorgan. Toll. Ich könnte stundenlang so weiter machen: Riechen – Schwenken – Riechen – Freuen. Schliesslich entscheide ich mich doch noch dafür, das Bouquet zu verlassen und einen ersten Schluck zu nehmen. Zum Glück! Denn das Wetter meinte es 2010 gut mit den Reben in Barbengo. Im Mund wirkt der Tessiner weich, vollmundig und fruchtig. Eine spannende, irgendwie enge, aber dennoch nicht unangenehme Säure verleiht ihm zudem Charakter. In der Regel kann man Merlot jung geniessen. So auch diesen. Die Tannine sind unaufdringlich. Die Frucht beherrscht das Geschehen. Als Essenspaarung zum Vigoria muss wieder mal Pasta mit Fleischsauce herhalten. Und auch an diesem Abend wird deutlich, wie Wein und Essen sich gegenseitig intensivieren können. Wunderbar. Ein Erlebnis!

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Vigoria 2010: Gährung im Stahltank, Ausbau in Eichenfässern.

Obwohl der Körper Saft hat, gar fleischig ist, erreicht der Vigoria nicht diesselbe Fülle wie Merlots aus südlicheren Gebieten. Das soll kein Vorwurf sein. S’ist halt einfach so. Der Wein schmeckt. Er hat was Eigenständiges, er hat Frucht, Würze und ein einladendes Bouquet. Auch der Abgang ist sehr angenehm, der Nachhall mehr würzig, als fruchtig. Trotzdem polarisiert der Tessiner. – Warum? Entweder man mag Schweizer Merlot, oder nicht. Ein Zwischendrin gibt’s nicht. Kein Solala, kein durchschnittlich, oder geht so. Auch im Casa Flaschentester bestätigt sich dieser Eindruck: Die Hälfte der agierenden Testerinnen und Tester ist dem Wein sehr zugeneigt, die andere würde ihn nicht nochmals kaufen. Ich für meinen Teil finde ihn toll. Punkt.

Fazit: Kopp von der Crone Vinsini’s Vigoria ist ein schöner Rotwein zu einem für Schweizer Massstäbe sehr anständigen Preis. Er kann jung getrunken werden; entweder für sich alleine, oder am besten zu klassischer Tomaten-Fleisch-Pasta und ähnlich deftigen Gerichten. Geschmacklich punktet er durch ein wunderbar duftendes Bouquet, die omnipräsente Merlot-Frucht, und einen eigenständigen, aber trotzdem geschmeidigen Charakter. Ich gebe 17 Punkte.

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Punkte: 17/20
Passt zu: Pasta, Gegrilltem, Deftigem
Preis: Fr. 21.-

Den Tessiner Merlot kriegt man bei Martel. Auch Zweifel, Simone Lanz und Mövenpick führen Weine der Cantina Kopp von der Crone Visini.


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St’ill / Feldkirch – Ein Restaurantbericht

Nur ein Katzensprung von St. Gallen entfernt, liegen ein Restaurant, ein Weinkeller und ein Städtchen, die eine Reise wert sind. Also, flux gepackt und los geht’s! – Laut TomTom erreichen wir unser Ziel in 32 Minuten. Gerade genug Zeit, um in Heinos Neue reinzuhören und die letzten verkosteten österreichischen Weine nochmals Revue passieren zu lassen.

Kaum ist das Fanta4-Cover verklungen, erreichen wir Feldkirch, das kleine Städtchen an der Ill. Reserviert haben wir von zu Hause aus in einem der zwei Best Western Hotels vor Ort. Ein Fehler, wie sich schon kurz nach dem Betreten des Hauses herausstellt. Das Hotel bietet keine Parkplätze, die Zimmer keine Badewanne. Es erwarten uns durchgelegene Matratzen und eine Zimmerheizung, welche allerhöchstens als Attrappe in einem Hollywoodstreifen durchgehen würde. Heizen tut sie jedenfalls nicht.

Egal, uns kann nichts erschüttern. Wir legen das Gepäck ab und erkunden kurz die hübsche Altstadt mit ihren vielen tollen Bars. Dann machen wir uns auf den Weg ins St’ill. Wir haben reserviert. Pünktlich um 19.30 Uhr Ortszeit betreten wir das Restaurant. Es ist voll. Einzig unsere zwei Plätze sind noch frei. Das St’ill bietet Platz für insgesamt ca. vierzig Gäste: Dreissig oben im eigentlichen Lokal, etwa zehn weitere finden in einem gemütlichen Gewölbe, just neben dem Weinkeller Platz. Auch draussen im Garten kann man, entsprechende Aussentemperaturen vorausgesetzt, gemütlich speisen und verweilen.

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Die Karte wird uns gereicht. Währenddem wir das aktuelle Angebot überfliegen, entscheiden wir uns schon mal für den von Hausgeist Denis Djulic vorgeschlagenen Apéritif, einen mit Thymiansirup angereicherten Crémant.

Die Karte ist übersichtlich. Man kann zwischen vier verschiedenen Menüs wählen: Fishtales, A Rind the world, Innere Werte und Veg me up before you gogo. Lustig und sinnreich zugleich sind sie, die Namensgebungen. Wir wählen – entgegen vorgeschlagenen Kompositionen – das dreigängige Überraschungsmenü einschliesslich Weinbegleitung. Überrascht werden wir tatsächlich. Nach einem kleinen Gruss aus der Küche, folgt quasi ein Querschnitt der vier bereits erwähnten Menüs. Wohlgemerkt: Wir erhalten nie denselben Gang. Jedem von uns wird jeweils etwas anderes aufgetischt. Auch die Weine sind individuell darauf abgestimmt. Folgende Gerichte finden den Weg zu uns:

Gebeiztes Bachsaiblingsfilet, Koriander-Bratkartoffel-Salat & Ingwer-Aioli

Buchweizen-Crèperöllchen, Ziegenfrischkäsefülle, Randencarpaccio & Nüsslesalat

Bachforellenfilet, geschmorter Chinakohl, Shitake-Stirfry & Süsskartoffel-Chips

Niedertemperaturgegarte Kalbsnuss im Cidrejus, Kalbsbries, Petersilwurzelpürée & Haselnuss-Gremolata

Maroni-Créme Brülée & eingelegte Vanille-Zwergorangen

Safran-Dörrmarillen-Mousse, Mandelbiskuit & Rosen-Joghurt-Sauce

In der Küche steht Djulics Partnerin, die talentierte Quereinsteigerin und Autodidaktin Denise Amann. Verkocht werden von ihr ausschliesslich Produkte aus biologischer Landwirtschaft. Auch bei den Weinen wird diese Linie konsequent weiterverfolgt. Zur Qualität: Eins vorweg, alles schmeckt. Es gibt keine totalen Durchhänger, oder gar Enttäuschungen. Die Nase vorn haben eindeutig die Fischgerichte, gefolgt von den Desserts. Der vegetarische Gang, wie auch die Kalbsnuss sind handwerklich zwar absolut in Ordnung, für unseren Geschmack aber etwas zu langweilig und uninspiriert geraten. Die Präsentation der Gänge ist hingegen stets gelungen. Auch die Güte und Frische der Produkte gefallen ausserordentlich. Da ist man im St’ill offensichtlich kompromisslos. Bravo!

Auch Djulic scheint seine Passion gefunden zu haben – zum Glück für den Gast. Leidenschaftlich und mit ansteckender Freude an der Materie, wählt er die zu Amanns Kreationen passenden Weine aus. Den Schalk im Nacken, lässt Djulic einem erst ein wenig Rätseln, bevor er jeweils das Geheimnis um die kredenzten Tropfen lüftet. So macht Wein Spass! Am Ende eines genussvollen Abends bitten wir ihn, uns die zu den einzelnen Gängen gepaarten Weine aufzuschreiben und erhalten umgehend folgende, handgeschriebene Liste:

  • Welschriesling Selektion, Andreas Weber, Weinviertel
  • Grüner Silvaner, Weingut Wittmann, Rheinhessen
  • Zweigelt, Claus Preisinger, Neusiedlersee
  • Pinot vom Berg, Birgit Braunstein, Neusiedlersee-Hügelland
  • Graf, Frizzante „Cuvée Katharina“
  • Grand Cardinal 2008, Prädikatsweingut Weiss, Burgenland

Das Highlight ist eindeutig der Zweigelt von Preisinger. Ein Spitzenwein: Schöne Farbe, beeriges Bouquet, rund, vollmundig, fruchtig, mit einer tollen Balance aller Komponenten und einem schmelzigen Abgang. So wenigstens meine geistigen Notizen. Am Spannendsten ist unser Schlummertrunk: Ein Cuvée der Familie Weiss. Nicht unbedingt ein Wein für alle Tage, interessant ist er aber allemal. Wird dieser doch aus vier (!) Traubensorten verschnitten: Cabernet Sauvignon, Zweigelt, Shiraz und Merlot. Eine wahre Wundertüte an Geschmäckern. Ich habe selten einen so vielschichtigen Rotwein getrunken.

Zurück zum St’ill: Preislich liegt ein Abendessen für zwei Personen, samt Apéritif und Weinbegleitung, irgendwo zwischen 110 und 150 Euro. Für das Gebotene ein fairer Preis. Obwohl die Speisen bei unserem letzten Besuch im Sommer vor zwei Jahren raffinierter und wagemutiger zubereitet und kombiniert worden waren, ist das St’ill auch 2013 nach wie vor einen Besuch wert. Unbedingt sogar! Aufgrund der Vollauslastung kommt manchmal ein Hauch von Hektik auf. Dennoch ist das Servicepersonal zuvorkommend, sympathisch und äusserst aufmerksam. Die Speisen überzeugen im grossen Ganzen, Einiges ist gar herausragend. Die Zutaten werden ansprechend zubereitet und mit Liebe zum Detail angerichtet, die Weine treffsicher ausgewählt und dem Gast enthusiastisch präsentiert. Es überrascht deshalb nicht, dass zwei grosse Namen auf das kleine, aber feine Restaurant aufmerksam geworden sind: Gault Millau gab dem St’ill erst kürzlich vierzehn von zwanzig Punkten. Von Falstaff wurde das Lokal vergangenes Jahr mit einer von maximal vier Gabeln ausgezeichnet. Von meiner Seite gibt’s 17 Punkte und im nächsten Jahr ein Wiedersehen im St’ill. Versprochen.


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Mach mal Dampf!

Kochen, Braten, Grillen, Blanchieren, Frittieren, Pochieren, Sautieren, Schmoren. Die Liste der möglichen Zubereitungsarten ist lang. Eine Methode ist dabei besonders schonend und bringt den Eigengeschmack des Zubereiteten unglaublich schön zur Geltung: Das Garen. Da auch der Spassfaktor nicht zu kurz kommt – schliesslich darf man die Zutaten nicht nur garen, sondern auch einpacken -, bin ich schon seit längerer Zeit ein begeisterter Anwender dieser sanften Zubereitungart. Schuld daran ist ein Buch. Es trägt den Titel Eingepackt & sanft gegart. Geschrieben hat es Sandra Mahut.

Ja richtig, heute geht es also einmal nicht um Wein, sondern um’s Kochen. Eigentlich war ich ja auf der Suche nach einem Weinratgeber, als ich im Rösslitor ein Kochbuch entdecke. Beim Durchblättern fallen mir vor allem die schönen Abbildungen der darin enthaltenen Rezepte auf. Sie sind das Werk der französischen Fotografin Nathalie Carnet. Bereits das Titelbild ist ein Eyecatcher. Da liegen nämlich verschiedene Gemüse in Pergament eingepackt auf einem Backblech. Das mit dem Einpacken hat mich schon immer interessiert. Es sieht schön aus, hat etwas Überraschendes und verlangt ein wenig Aktivität vom Gast. Mein Interesse ist geweckt. Sowas will ich auch zubereiten können.

Das Buch erschien 2012 beim deutschen Christian-Verlag. Barbara Holle hat es aus dem Französischen übersetzt. Nach einem kurzen Vorwort wird der Leser von der Autorin in die Technik des Faltens und des Garens eingeführt. Die Methode ist denkbar einfach: Ein feuerfestes Papier wird mit Öl bepinselt, alle Zutaten, inklusive Gewürze darauf gelegt, Flüssigkeit (Bouillon, Wein, Jus) darübergegeben, das Papier samt Inhalt zu einem geschlossenen Päckchen gefaltet und im vorgeheizten Ofen sanft gegart. Alle erforderlichen Materialien werden von Mahut detailliert vorgestellt. Dann erhält man kurze aber völlig ausreichende Erklärungen zu den verschiedenen Päckchenarten und Falttechniken. Die Illustrationen auf der gegenüberliegenden Seite räumen dann – wie auch später bei den Rezepten – letzte Unklarheiten aus. Noch kurz nachgelesen, welche Flüssigkeiten in die Päckchen kommen und bei welcher Temperatur der Herd arbeiten soll und schon kann’s losgehen.

Kochpapier

Mein Pergament-Ersatz: Tangan Nr. 35 Kochpapier aus der Migros

Zugegeben, erst war ich ein wenig skeptisch. Ein Kochbuch mit schönen Bildern und ziemlich kurz gehaltenen Rezepten, kann das gut gehen? Mittlerweile sehe ich genau darin die Stärke dieses Buches. Aufgrund der Illustrationen kann ich schonmal optisch eine Vorauswahl treffen. So nach dem Motto: Worauf habe ich denn heute Lust? Da die Zubereitungsmethode eigentlich für alle Rezepte diesselbe ist, können logischerweise auch die Erklärungen jeweils kurz gehalten werden.

In der Zwischenzeit habe ich mich bereits durch etwas die Hälfte des Buches durchgegart. Nicht einmal wurde ich enttäuscht. Egal ob Fisch-, Fleisch- oder Gemüse, die Gerichte schmecken stets frisch, unverfälscht und herrlich intensiv. Voraussetzung sind – wie eigentlich immer beim Kochen – hochwertige Ausgangsprodukte. Einzig die Garzeiten mussten bei unserem Herd leicht nach unten korrigiert werden. Zusätzliche Pluspunkte: Die Optik der Speisen gefällt und den Gästen macht es Spass, einen Gang selbst auszupacken. Hier spielt der Überraschungseffekt eine grosse Rolle. Man kann schon fast von Event-Essen sprechen. Natürlich kann man die Gerichte auch einfach auf einem Teller und nicht im Päckli servieren. Sehr schön sind zudem die passenden Saucenrezepte und die im Kapitel Extras & Desserts aufgeführten Würzmischungen und aromatisierten Butter. Einzig die Desserts konnten in der Praxis nicht ganz überzeugen. Vielleicht liegt’s daran, dass ich kein grosser Freund von warmen Früchten bin.

Die Gemüserezepte machen ungefähr einen Viertel aller Gerichte aus. Das Buch ist also bedingt auch für Vegetarier geeignet. Die Zubereitungsmethode sowieso. Kann man doch so ziemlich alles in Pergament einwickeln und garen. Auch das Register überzeugt. Es bietet nämlich zusätzlich eine Zusammenstellung der Rezepte nach Hauptzutaten. Möchte ich zum Beispiel eine Tomatenspeise zubereiten, finde ich so gleich 16 verschiedene Vorschläge zu Gerichten mit Tomaten. Sehr schön!

Fazit: Bei Eingepackt & sanft gegart handelt es sich um ein äusserst schönes Kochbuch. Die Rezepte sind einfach nachzukochen, regen zu Eigenkreationen an und sind wunderschön illustriert. Inhaltlich werden Fisch-, Fleisch- Gemüse- und Dessertrezepte geboten, wobei für mich vor allem die Fischgerichte das Highlight darstellen. Ausserdem findet man sehr leckere Vorschläge für Saucen, Gewürzmischungen und Butter in allen Varianten; von traditionell bis asiatisch, von würzig bis süss. Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind einmal Kochpapier, eventuell auch Küchenschnur, und vor allem hochwertige und frische Zutaten. Die optimale Anpassung der Garzeiten erfordert ein wenig Erfahrung. Nach zwei, drei Gerichten hat man den Dreh aber spätestens raus.

Selten habe ich so schnell, so gute Gerichte auf den Tisch zaubern können. Ich gebe 20 Punkte.

Eingepackt-und-sanft-gegart

Punkte: 20/20
Passt zu: Experimentierfreudigen Hobbyköchen, Fischliebhabern, Vegetariern
Preis: Fr. 29.90

  • ISBN-10: 3-86244-125-3
  • EAN: 9783862441259
  • Erscheinungstermin: 16.02.2012
  • Verlag: Christian
  • Einband: Taschenbuch
  • Erhältlich im Rösslitor