Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Kopp von der Crone Visini – Vigoria Merlot 2010

Draussen wirbelt’s seit Tagen Schnee um die Häuser. Alkohol soll bekanntlich ja wärmen. Also wird’s wieder mal Zeit, eine Flasche zu entkorken. Mir ist nämlich kalt. Ein Schweizer soll es sein. Da ich auf Pinot Noirs oder westliche Weisse gerade keinen Bock habe, reise ich innerlich gen Süden und köpfe einen Tessiner Merlot.

Er stammt vom Gut Kopp von der Crone Visini. Mit der Betriebsgründung erfüllen sich eine promovierte Agronomin und ihr Mann 1994 den gemeinsamen Traum vom eigenen Reb- und Weinbau. Das Ehepaar zieht von Zürich ins Tessin. Ab 2002 arbeitet die verwitwete Anna Barbara von der Crone dann fortan mit dem befreundeten Winzer Paolo Visini zusammen. Vier Jahre später werden ihre beiden Betriebe unter einem Dach vereint. Die gemeinsame Cantina befindet sich südlich von Lugano, in Barbengo. Das Weingut hat mit seinen sieben Hektaren helvetische Durchschnittsgrösse. Die Reben liegen in Mendrisiotto, Luganese und Bellinzonese. Also im ganzen Tessin verstreut. Laut eigener Aussage legen Von der Crone und Visini grossen Wert auf einen möglichst schonenden Umgang mit der Natur und die Förderung der Biodiversität. Es ist ihre Überzeugung, „…dass sich eine nachhaltige Bewirtschaftung auch in der Qualität der Trauben niederschlägt.“ So erklärt sich auch der Umstand, dass die Winzergemeinschaft grosse Parzellenteile als Nützlingslebensraum bestehen bleiben lässt.

Barbengo

Auch in Barbengo soll’s manchmal schneien.

Insgesamt elf Weine werden von Anna Barbara und Paolo gekeltert. Darunter vier sortenreihe Merlots und drei auf Merlot und Cabernet Sauvignon basierende Cuvées. Beim Irto und beim Scala kommt zusätzlich Petit Verdot zum Einsatz. Beim Balin erweitert Arinarnoa den Wein um Fleisch, Säure und Würze. Aber auch vier sortenreine Weissweine und Weisswein-Cuvées (aus Viognier, Chardonnay, Kerner, Sauvignon blanc), Grappa und Likör werden auf dem Gut produziert. Viognier ist übrigens eine Rhone-typische Sorte, Kerner eine Kreuzung von Trollinger und Riesling und Arinarnoa eine Neuzüchtung aus Bordeaux. Für letztere standen Merlot und Petit Verdot Pate. Angesichts der Gesamtfläche der bewirtschafteten Reben ist das Sortenspektrum erstaunlich vielfältig. Möglich macht dies vor allem der Umstand, dass sich im Tessin die Bodenverhältnisse auf kleinem Raum sehr stark unterscheiden.

Kaum habe ich den Vigoria gekauft, setze ich mich vor meine Apfelkiste und surfe zu Hause neugierig ein wenig durch’s Netz. Google sagt mir, dass sich scheinbar zahlreiche St. Galler Händler auf die Weine dieses Guts eingeschworen haben. Neben Martel und Zweifel führen Lanz und Mövenpick ebenfalls Flaschen aus Barbengo in ihrem Sortiment. Auch Robert Parker bzw. einer seiner Verkoster lässt grüssen: Der Tinello vom selben Gut gehört laut David Schildknecht zu den besten Schweizern 2012. Schön.

Dekantiert habe ich den Wein nicht. Ich schenke ein. Der Wein scheint dunkelrot. Die Nase ist herrlich intensiv. Ein toller Merlot-Duft strömt einem entgegen. Man riecht sortentypisch vor allem Pflaume und Kirsche. Nachdem ich das Weinglas ein wenig schwenke, erreichen auch die schwereren Kräuternoten mein Riechorgan. Toll. Ich könnte stundenlang so weiter machen: Riechen – Schwenken – Riechen – Freuen. Schliesslich entscheide ich mich doch noch dafür, das Bouquet zu verlassen und einen ersten Schluck zu nehmen. Zum Glück! Denn das Wetter meinte es 2010 gut mit den Reben in Barbengo. Im Mund wirkt der Tessiner weich, vollmundig und fruchtig. Eine spannende, irgendwie enge, aber dennoch nicht unangenehme Säure verleiht ihm zudem Charakter. In der Regel kann man Merlot jung geniessen. So auch diesen. Die Tannine sind unaufdringlich. Die Frucht beherrscht das Geschehen. Als Essenspaarung zum Vigoria muss wieder mal Pasta mit Fleischsauce herhalten. Und auch an diesem Abend wird deutlich, wie Wein und Essen sich gegenseitig intensivieren können. Wunderbar. Ein Erlebnis!

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Vigoria 2010: Gährung im Stahltank, Ausbau in Eichenfässern.

Obwohl der Körper Saft hat, gar fleischig ist, erreicht der Vigoria nicht diesselbe Fülle wie Merlots aus südlicheren Gebieten. Das soll kein Vorwurf sein. S’ist halt einfach so. Der Wein schmeckt. Er hat was Eigenständiges, er hat Frucht, Würze und ein einladendes Bouquet. Auch der Abgang ist sehr angenehm, der Nachhall mehr würzig, als fruchtig. Trotzdem polarisiert der Tessiner. – Warum? Entweder man mag Schweizer Merlot, oder nicht. Ein Zwischendrin gibt’s nicht. Kein Solala, kein durchschnittlich, oder geht so. Auch im Casa Flaschentester bestätigt sich dieser Eindruck: Die Hälfte der agierenden Testerinnen und Tester ist dem Wein sehr zugeneigt, die andere würde ihn nicht nochmals kaufen. Ich für meinen Teil finde ihn toll. Punkt.

Fazit: Kopp von der Crone Vinsini’s Vigoria ist ein schöner Rotwein zu einem für Schweizer Massstäbe sehr anständigen Preis. Er kann jung getrunken werden; entweder für sich alleine, oder am besten zu klassischer Tomaten-Fleisch-Pasta und ähnlich deftigen Gerichten. Geschmacklich punktet er durch ein wunderbar duftendes Bouquet, die omnipräsente Merlot-Frucht, und einen eigenständigen, aber trotzdem geschmeidigen Charakter. Ich gebe 17 Punkte.

VigoriaMerlot2010

Punkte: 17/20
Passt zu: Pasta, Gegrilltem, Deftigem
Preis: Fr. 21.-

Den Tessiner Merlot kriegt man bei Martel. Auch Zweifel, Simone Lanz und Mövenpick führen Weine der Cantina Kopp von der Crone Visini.

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Elvio Cogno – Dolcetto d’Alba DOC 2010

Neulich durchstöbere ich wiedermal lässig meinen grossen Johnson. Halt mache ich bei den Seiten 296 und 297. Vor mir liegt das Piemont. Hugh meint, dass die Weine von Elvio Cogno durchaus einen Versuch wert seien. Vor allem der Dolcetto sei köstlich. Da trifft es sich doch ausgezeichnet, dass Martel seine alljährliche Tour des vins ausruft, und allerlei interessante Weine zu Aktionspreisen anbietet. Auch besagten Roten.

Es muss jetzt einfach mal gesagt werden: Martel hat mich bisher noch nie enttäuscht. Egal ob Italien, Österreich, Frankreich, oder weissdergucker welches Land. Jeder der hier getesteten Weine war sein Geld wert. Die meisten liegen im oberen Mittelfeld, oder gar an der Spitze der Charts. Deshalb bin ich um so mehr gespannt, was Elvio Cognos Dolcetto hergibt. Schliesslich handelt sich um einen relativ preiswerten Rotwein aus dem Piemont. Einer Gegend, welche eher für hochpreisige Barolos bekannt ist. Neben dem bereits hier vorgestellten Montegrilli, einem Weissen, einem Barbera d’Alba und einem Barabresco produziert natürlich auch Elvio Cogno solche.

Elvio CognoDas äusserst schmucke Weingut liegt auf einem Hügel namens Bricco Ravera, nahe Novello. Der modernisierte Weinkeller befiindet sich in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert und ist ringsum von Reben umgeben. Insgesamt elf Hektar gehören zum Familienbetrieb. Die Anbaufläche für den Dolcetto nimmt dabei knapp einen Viertel ein. Immerhin 16’000 Flaschen werden davon jährlich abgefüllt. Die Trauben wachsen 380 Meter über Meer. Nach der Ernte wandern sie erst für je vier Monate in den Stahltank und ins Holzfass, und reifen anschliessend ein halbes Jahr in der Flasche, bevor der Wein auf den Markt kommt. Die vorliegende Abfüllung stammt von 2010, einem sehr guten Jahr für Piemonteser Weine.

Es ist Wochenende. Ein guter Bekannter bringt netterweise einen sehr spannenden Malanser Completer. Nach ein wenig Apéro-Gebäck und Smalltalk, setzen wir uns an den Tisch. Das Abendessen beginnt. Auf einen gemischten Salat folgt eine Lasagne alla casalinga. Den Dolcetto habe ich bereits schon zwei Stunden vorher entkorkt, jedoch nicht dekantiert. Ich schenke ein. Helles Rubinrot mit Violett-Tönen. Das Bouquet duftet nach Beeren und – Wein. Eine südlich anmutende Mischung aus reifen Beerenfrüchten, dezenten Gewürzen und süsslichen Akzenten strömt einem entgegen. Ein erster Schluck bestätigt die Nase: Reife, rote Beeren, Mandel und ein Hauch Vegetabiles. Der Wein ist samtig und süffig, der Körper von mittlerem Gewicht, fruchtig und einladend, der Abgang weich. Es ist ein sehr schöner Wein. Einer, von dem man gerne nachschenkt. Er hat Finesse und ist elegant. Eine fruchtige Leichtigkeit und ein charmantes Bouquet laden ein, mehr davon zu trinken. Die Flasche ist im Nu leer.

Fazit: Ihr ahnt es, Hugh Johnsons Einschätzung zum Dolcetto d’Alba von Elvio Cogno trifft ins Schwarze. Ich kann mich dieser nur anschliessen. Der fruchtbetonte Piemonteser schmeckt ohne Ende und eignet sich sehr gut als Begleiter von Pasta-Gerichten. Die Lasagne und der Dolcetto verstehen sich auf Anhieb. Der Wein hat zudem ein äusserst gutes Preis-Leistungsverhältnis. Im Vergleich zum Montegrilli aus selbem Haus, schneidet er insgesamt besser ab. Ich gebe 18 Punkte und freue mich schon auf die nächste Flasche von Winzer Cogno. Salute!

Dolcetto d'Alba

Punkte: 18/20
Passt zu: Lasagne, Pasta
Preis: momentan Fr. 15.00 statt 16.80 / € 9.90

Elvio Cognos Dolcetto d’Alba kann man bei Martel kaufen oder bei Ego-Vino bestellen.


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La Grande Chapelle blanc – Antoine Moueix 2010

Bordeaux = alte Welt. Diese Formel bewahrheitet sich nicht zuletzt dadurch, dass nach wie vor circa siebzig Prozent aller dort produzierten Weine durch sogenannte Négociants vermarktet und verkauft werden. Also wie seit Urzeiten durch Händler, die entweder ein Vorkaufsrecht auf Weine von (Spitzen-)Châteaux besitzen, oder Weine verschiedener Herkunft erstehen, diese dann verschneiden, abfüllen und unter eigenem Namen vermarkten. Der Grande Chapelle gehört zu letzterer Gattung. Die Flasche ziert ein grosser Name: Moueix. Zeit für ein kurzes Familienportrait.

Antoine Moueix ist schon lange tot. Der Geschäftsmann kam ursprünglich aus Corrèze. 1905 gründete er in Saint-Émilion das Maison Antoine Moueix. Fünf Generationen folgten ihm und führen seine Tätigkeit als Négociant bis in die Gegenwart fort. So besitzt ein Teil seiner Abkömmlinge heute verschiedene Rebberge in Pomerol und Saint-Émilion. Jean-Michel und François Moueix gehören die Güter Clos Beauregard, Clos Toulifaut, Château Rochebrune, Clos Belle Rose. Die Kinder seines Ururenkels sind Besitzer von Châteaux Taillefer, Fontmarty, Tauzinat L’Hermitage und Le Grand Treuil.

Antoine Moueix

Négociant Antoine Moueix

Jean Pierre Moueix gründete 1937 ein Négocianthaus am Quai du Priourat in Libourne. Seine Investitionen in Weingüter der Region in den früher 50er Jahren brachte der Familie Moueix mehr und mehr Einfluss auf den französischen Weinmarkt. Nicht zuletzt als Folge davon, stieg die Reputation von Weinen aus dem Pomerol. Antoine Moueix, ein Onkel von Jean Pierre Moueix, erstand 1947 Château La Tour du Pin Figeac. Es folgten weitere Käufe: Château Magdelaine 1952, die Châteaux Trotanoy, Lagrange und La Fleur-Pétrus 1953, und die schrittweise Teilhaberschaft an Château Pétrus ab 1961, gefolgt von Château Latour 1962. Schritt für Schritt wurde das Moueix-Imperium erweitert. Château Hosanna, Providence und Château Belair folgten. Auch vor kalifornischen Ankäufen schreckte man nicht zurück. So erwarb die Familie schon bald das im Napa Valley gelegene Weingut Dominus Estate.

Jean-Pierre Moueix trat 1978 von den Geschäften zurück und starb 2003. Anfang der 90er wurde sein Sohn – Christian Moueix – Präsident des Familien-Imperiums, währenddem Jean-Pierres Grossenkel – Edouard Moueix – seit 2003 für den Verkauf zuständig ist.

Die vor mir stehende Flasche trägt denn auch in grossen Lettern den Namen des Gründervaters. Wie das bei Négociant-Weinen so ist, erfährt der Kunde leider recht wenig über die Herkunft des Traubenmaterial. Klar, Bordeaux steht drauf und auch ein AC-Label ist zu finden. Lediglich die beiden verwendeten Traubensorten stehen auf dem Etikett: Sauvignon blanc und Sémillion – wer hätte das gedacht. Auf der Webseite des Herstellers erfahre ich wenigstens, dass das die Trauben aus dem Entre-Deux-Mers bezogen werden. Na wenigstens das wird deklariert.

Gekauft habe ich den Weisswein übrigens aus einer Laune heraus im Manor. Reviews von Bordeaux blancs hatten wir ja schon einige auf diesem Blog: Thieuley, Pierrail und Bonnet. So weit ich mich erinnern kann. Moueix’s Bordeaux blanc kostet gerade mal Sieben Franken Fünfundneunzig. – Ja, ja, ich geb’s ja zu: Mich reizt nach wie vor der Gedanke, mal was Ordentliches, eine Art Knallbonbon für weniger als zehn Franken zu entdecken. – Schauen wir mal.

Farblich zeigt sich der Grande Chapelle in einem leicht blassen Quittengelb. Ein Hauch Grün scheint ebenfalls mit. Ich halte meine Riechorgan ins Glas. Hm, das Bouquet ist bescheiden. Es duftet zurückhaltend nach Frühlingsblumenfeldern, Veilchen und Zitrusfrüchten. Ich bin gespannt, was jetzt kommt. Hoffentlich ist’s nicht wie beim Bonnet. Der roch ähnlich verhalten, was sich im Mund dann leider fortsetzte. Moueix’s Abfüllung gefällt mir auf Anhieb besser. Der Weisswein besitzt eine Lieblichkeit, welche mit einer schönen, frischen Zitrussäure gepaart ist. Der Körper ist auf angenehme Art und Weise fruchtig-säuerlich, der Abgang von mittlerer Länge, der Nachhall schön weich und zart. Der Wein hat etwas Weiches, Feminines. Er wirkt leicht süsslich. Kaum wahrnehmbar, aber gerade so, dass er sich als preiswerter Apéro- und Saufwein prädestiniert. Was mir fehlt, ist Tiefe, Intensität, Ausdruck, Charakter, oder wie man das immer nennen mag. Im Vergleich zu einem Thieuley oder einem Pierrail ist er langweilig und eindimensional. Überzeugend wirken jedoch seine Ausgewogenheit, seine Lieblichkeit und natürlich der Preis. Ich gebe 14 Punkte.

      La Grande Chapelle blanc - Antoine Moueix 2010  Weiterempfehlen La Grande Chapelle blanc - Antoine Moueix 2010

Punkte: 14/20
Passt zu: Apéros, gegrilltem Salzwasserfisch, Meeresfrüchten
Preis: Fr. 7.95

Den La Grande Chapelle 2010 kann man hier kaufen.


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Bordeaux für lau? Château Pey La Tour 2010

Bordeaux-Weine stellen relativ hohe Anforderungen an den Konsumenten. Die beliebten Franzosen sind meistens nicht gerade billig, man muss sie einige Jahre lagern und es gibt vom Essigwein bis zur überragenden Abfüllung eines Spitzenchâteaus so ziemlich jede Qualität aus jeder Appellation. Um was Ordentliches ins Glas zu kriegen, ist ein nicht zu unterschätzender zeitlicher und finanzieller Effort nötig. Und das nervt. Manchmal wenigstens.

Aufatmen: Es gibt auch Ausnahmen. So machen Weine wie der Château Macard Mut. Zeigt dieser doch auf, dass es auch preiswerte Bordelaiser Rotweine gibt, die schmecken und die man schon jung geniessen kann. Hoffnungsvoll mache ich mich auf die Suche nach vergleichbaren Tropfen gleicher Herkunft. Mein Streifzug beginnt im Coop Gallusmarkt. Dort entdecke ich in den Regalen einige tiefpreisige Bordeaux aus den schönen Jahrgängen 2009 und 2010. Kurzentschlossen greife ich zu einer Flasche Pey La Tour, einem Rotwein für etwas weniger als zehn Franken. Auf dem Hals steckt ein Kartonhütchen, darauf abgedruckt eine hübsche Silbemedaille. Scheinbar hat der Wein beim französischen Concours de Macon eine Auszeichnung erhalten. Mal sehen, ob diese auch etwas wert ist.

Zu Hause angekommen, dekantiere ich den jungen Wein eine Stunde vor dem Abendessen. Nachdem ich eingeschenkt habe, halte ich mein Riechorgan ins Glas. Die Nase ist relativ lahm: Etwas Vanille, reichlich Cassis und weitere dunkle Beeren duften einem entgegen. Der erste Eindruck lässt keinen Bordeaux vermuten. Es könnte genausogut ein Spanier im Glas sein. Im Mund gesellt sich zu Vanille und Beerenfrucht vor allem Würze. Der trockene Rotwein hat einen leichten, aber etwas ungestümen und holzigen Körper. Er wirkt unbalanciert. Jugendliche Säure ist zudem reichlich vorhanden, und auch die Bitterstoffe sind recht dominant. Der Abgang ist kurz, der Nachhall flüchtig. Trotz Einsatz Terroir-typischer Rebsorten (Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot) schmeckt der Franzose weder in Mund noch Nase nach Bordeaux. Schade, ich hatte mir etwas mehr erwartet. Auch für zehn Franken.

Aber auch Positives gibt es zu berichten: Zum Essen schmeckt er nämlich recht ordentlich, der Pey La Tour. Auf der Speisekarte stehen im Casa Flaschentester ein Filetsteak vom Rind an Morchelsauce, dazu Bratkartoffeln und Karotten. Das passt, – überraschend gut sogar.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem preiswerten, aber ansprechenden Bordeaux ist, sollte eine andere Flasche wählen. Denn der Château Pey La Tour entspricht leider so gar nicht den Erwartungen an einen Rotwein aus diesen Breitengraden. Dieser Franzose ist kein Wein, der ohne passendes Gericht auskommt. Dafür schmeckt er zu charakterlos, zu 0815 und austauschbar für meinen Geschmack. Auch das unangenehme Mundgefühl (Säure, Bitterstoffe) disqualifiziert ihn als Wein für gemütliche Abende. Entschliesst man sich trotzdem, eine Flasche zu probieren, sollte man den Bordeaux frühzeitig dekantieren. Von meiner Seite gibt’s keine Medaille. Und wenn, höchstens eine lederne. So viel also zur Aussagekraft der französischen Prämierung. S’ist halt nicht überall Bordeaux drin, wo Bordeaux* draufsteht. Ich bin enttäuscht und gebe 12 Punkte.

ChateauPeyLaTour

 

Punkte: 12/20
Passt zu: Dunklem Fleisch an deftiger Sauce
Preis: Fr. 9.90

Den Château Pey La Tour 2010 kann man hier kaufen.

 

 

 

 

* Obwohl diese leicht bekleidete Dame beim Verkosten eines 2007ers da wohl anderer Meinung zu sein scheint: http://goo.gl/RMsY5

Ts, ts, Sachen gibt’s.


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Rustikaler Italiener: San Michele a Torri – Chianti Colli Fiorentini DOCG 2010

Irgendwie tun mir die Italiener ja leid. – Die Leute, nicht die Weine. Da schaffen sie ihren selbstverliebten und machtsüchtigen Cavaliere ab, nur um ihn einige Zeit später wieder im Wahlkampf anzutreffen. Schuld daran sind ein politisches System und eine Parteienlandschaft, welche kaum noch jemand an der Basis versteht. Ganz ähnlich verhält es sich mit italienischen Weinen und ihren Deklarationen. Bestes Beispiel dafür: Der Chianti.

Das Klassifizierungen bei Weinen mitunter kompliziert sind, habe ich ja schon beim Thema Bordeaux aufzuzeigen versucht. Beim Chianti verhält es sich ganz ähnlich. Zum einen wird das Chianti genannte Gebiet – ähnlich dem Bordelais – nämlich in einzelne Anbauflächen aufgeteilt, zum anderen werden die dort produzierten Weine in ein Zertifikatssystem eingereiht, welches Gutes will, aber nicht immer einfach zu durchschauen ist.

Chianti Anbaugebiete

Die Anbauflächen des Chiantis liegen in der Toskana. Das Gebiet erstreckt sich von Pisa bis Montalcino. Neben dem meist hochwertigen Chianti Classico wird die Region heute offiziell in sieben Provenienzen* unterteilt:

  • Chianti Rufina (Pontassieve)
  • Chianti Colline Pisane (Pisa)
  • Chianti Montalbano (Carmignano)
  • Chianti Colli Fiorentini (Florenz)
  • Chianti Colli Senesi (Siena)
  • Chianti Aretini (Arezzo)
  • Chianti Montespertoli

Klassifiziert werden italienische Weine aufgrund der Qualitätsstufen vini da tavola, IGT (Indicazione Geografica Tipica), DOC (Denominazione di Origine Controllata) und DOCG (…e Garantita). Das DOC-System wurde Anfang der Sechzigerjahre in Anlehnung an das französische AC-System eingeführt, um qualitativ hochwertigere Weine von den gewöhnlichen „Tafelweinen“ abzugrenzen. Natürlich auch mit dem Ziel nachhaltige Qualitäten italienischer Weine zu produzieren. Wobei bis heute die beiden Labels vor allem für höchste Qualität in der Produktion stehen. Es ist unumstritten, dass die Toskana auch hervorragende Weine ohne Zertifikat hervorbringt. DOC und DOCG stehen nämlich nicht per se für Spitzenweine. Auch hier wird die Parallele zu Frankreich offensichtlich: Klassifizierungen sagen nur begrenzt etwas über die Qualität von Weinen aus. Auch in Italien. Bei DOC und DOCG-Produkten hat man aber wenigstens die Gewissheit um ordentliche Produktionsmethoden. So zum Beispiel auch bei Käse und Olivenöl, welche eines dieser Labels tragen.

Bei Weinen spezifiziert das DOC-Label unter anderem die zugelassenen Anbaugebiete, die Rebsorten, den Maximalertrag pro Hektar, den zulässigen Alkoholgehalt und vieles mehr. DOCG-Weine dürfen ausserdem nur vor Ort abgefüllt werden. Der Höchstbetrag pro Gebinde umfasst fünf Liter. Italien kennt insgesamt siebzig Weine, welche diesen Spezifikationen entsprechen. Darunter viele bekannte Namen wie Brunello di Montalcino, Amarone della Valpolicella oder Barbera d’Asti. Spitzenweine findet man – wie erwähnt – vor allem bei Flaschen mit dem Aufruck Chianti Classico. Grundsätzlich werden Chiantis immer aus Sangiovese-Trauben erzeugt. Oft sind sie reinsortig hergestellt, manchmal werden sie durch Beigabe von Trebbiano und Malvaisa jedoch auch früher trinkreif gemacht. Die Vorschrift, das Chianti auch einen gewissen Anteil weisser Trauben enthalten soll, wurde glücklicherweise überwunden. Auch die typischen Bastflaschen findet man heute nicht mehr flächendeckend. Schade eigentlich.

Erzeuger des getesteten Colli Fiorentinis und Besitzer der Fattoria San Michele ist Paolo Nocentini. Laut eigener Aussage verfolgt er ein Ideal: Den „guten alten“ traditionellen Chianti. Die Sangiovesestöcke lässt er dafür extra in einer Baumschule aus Reisern eines 80 Jahre alten eigenen Weinberges nachzüchten, weil er sicher ist, dass diese besser sind, als die modernen Klone. Entsprechend niedrig ist allerdings der Ertrag. – Aber nicht nur Sangiovese bildet das Material für diesen Chianti. Dazu gesellen sich noch 15 Prozent Canaiolo und fünf Prozent Colorino.

San Michele a Torri

San Michele a Torri in Scandicci nahe Florenz

Und tatsächlich, Nocentinis Chianti schmeckt durch und durch traditionell. Er ist sehr trocken, herb und besitzt eine deutliche Restsäure. Insgesamt wirkt er etwas hölzern, hat aber ausreichend Frucht. Der Wein ist lebhaft und tanninreich, bringt aber trotzdem eine schöne Samtigkeit – vor allem im Abgang. Das Bouquet ist sehr intensiv. Es erinnert ein wenig an Glühwein, Orangen, Gewürze, Beeren und diverse vegetabile Erdtöne. Die Farbe ist ein ausgeprägtes, fast glühendes Granatrot. Romanin meint, dass er zu Pasta passe. Das kann ich absolut nachvollziehen. Wobei mir der kürzlich vorgestellte Primitvo als Essenspaarung zu einer Bolognese weitaus mehr zusagte.

Fazit: Der San Michele a Torri ist ein klassischer, ländlicher Chianti. Zwar wird er nicht reinsortig aus Sangiovese-Trauben hergestellt, trotzdem hat man einen traditionellen, das Terroir widerspiegelnden, Rotwein im Glas. Wer fruchtig-frische Chiantis, oder Weine mag, ist mit diesem hier falsch bedient. Nocentinis Toskaner gehört zur ernsteren und für die längere Flaschenlagerung konzipierten Art. Mir persönlich ist der Bio-Wein zu trocken, zu hölzern und ein wenig zu aggressiv ausgefallen. Ich gebe deshalb 14 Punkte.

Fattoria San Michele a Torri Chianti

Punkte: 14/20
Passt zu: Pasta, mediterraner Fleischküche
Preis: Fr. 16.80

Den Chianti der Fattoria San Michele a Torri kann man hier kaufen.

 

 

 

 

 

* Zur Politik: Italien kennt sage und schreibe 169 (!) politische Gruppierungen. – Ok, Wein ist doch einfacher.


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Château Tour de Mirambeau Rosé 2010

Der Valentinstag rückt näher. Auch dieses Jahr wird der Tag der Liebenden die Allgemeinheit in drei Gruppen spalten: Die einen interessiert er nicht, die anderen sehen ihn als Bestätigungsakt ihrer Beziehung und die letzten nehmen ihn zähneknirschend zur Kenntnis, weigern sich aber, einen verkommenen, weil von Händlern instrumentalisierten, Brauch zu würdigen. Ich seh’s pragmatisch. Als Anlass schön zu kochen und Wein zu trinken taugt er alleweil. Die Liebe blüht – hoffentlich – auch an anderen Tagen.

Ganz ehrlich: Ich kann mich nicht erinnern, wann und wo ich den letzten Rosé getrunken habe. Lang lang ist’s her. Irgendwie habe ich dieses Zwischending von Wein sowieso nie ganz ernst nehmen können. Mal schauen, ob sich das ändert. Ich bin guter Dinge. Schliesslich habe ich für mich persönlich den Februar zum Rosé-Monat erklärt. Alles angeschnallt, ein neues Special beginnt!

Herz

Die Weine mit der zarten Farbe sind stark im Kommen. Das sagt auch die Statistik. Und die lügt bekanntlich selten. In Deutschland ist nämlich bereits jede zehnte getrunkene Flasche ein Rosé. Vor einigen Jahren brachte es dieser gerade mal auf maximal zwei Prozent Marktanteil. Heute sind es fünfmal mehr. Meine erste Frage lautet daher nicht, kauft denn jemand überhaupt Rosé, sondern wie wird dieser hergestellt?

Ganz einfach, theoretisch zumindest: Man nimmt rote, seltener auch blaue Trauben. Diese werden zunächst erst einmal zermahlen (gemaischt). Nach ein paar Stunden wird ein Teil des Safts von der Maische getrennt. Das Verfahren wird auch Saignée genannt. Der Rosé entsteht quasi als Nebenprodukt von Rotwein. Die Weiterverarbeitung erfolgt wie bei Weissweinen. Das einfachere Mischen von Rot- mit Weissweinen ist übrigens bei der Rosé-Herstellung – in Europa – nicht zulässig. Diese Methode bleibt ausschliesslich Rosé-Schaumweinen vorbehalten. So, das wäre geklärt. Weiter im Text:

Mein Rosé-Special beginnt mit einem klangvollen Namen. Vor mir steht eine Flasche Château de Mirambeau. Erhältlich ist dieser bei Mövenpick. Eben dort hatte ich kürzlich die Qual der Wahl zwischen einer Flasche vom 2010er, oder einer 2011er. Wie hättest du entschieden? Genau, das dachte ich mir auch, und nahm den 2010er.

Das Château ist seit über 250 Jahren im Besitz der Familie Despagne. Auch die ersten Reben wurden in dieser Zeit auf den lokalen Stein- und Lehmböden bereits angebaut. Zu Beginn wurden zwanzig Hektare bewirtschaftet, heute sind es siebzig. Das Schloss liegt im Entre-Deux-Mers, zwischen den Flüssen Garonne und Dordogne. Geführt wird es von Thibault Despagne, als Kellermeister zeichnet sich Joe Elissalde verantwortlich. Der Alkoholgehalt des Rosés beträgt 12%. Vinifiziert wurde er aus Cabernet Sauvignon, also aus roten Trauben.

Beginnen wir mit der Farbe: Der Franzose zeigt sich in einem mittelkräftigen Rosa, beinahe schon lachsfarben. Schön schaut er aus. Das Bouquet bringt Zitrusfrüchte, Veilchen, Lavendel, Frühlingsblumen, Gras. Es richtig zudem vor allem nach schwarzen Beeren. Auch einen Hauch von Erdbeere, Honig, und reifer Melone kann ich erkennen. Streckenweise werden Erinnerungen an den überaus exotischen Thieuley wach. Im Mund vereinen sich alle Komponenten erneut zu einem komplexen, äusserst fruchtigen und erfrischenden Wein. Der Rosé hat etwas Provencales. Ständig schwingen diese feinen, aber überaus konzentrierten Kräuteressenzen mit. Der Körper ist leicht. Der relativ kurze Abgang bringt Zitrussäure und ist etwas herb.

Der Château de Mirambeau ist ein gelungener Rosé. Er ist frisch, er ist interessant, er schmeckt. Er passt zu Fisch, Thai-Curry, wie auch Kalbfleisch-Gerichten. Als Apéro bei sommerlichen Temperaturen macht er sicher ebenfalls eine gute Figur*. Bis dahin dauert’s aber noch einige Monde. Auf der Schattenseite stehen die ein wenig zu dominante Zitrussäure, so wie der leicht sperrige Abgang. Der Preis stimmt allerdings. Ich gebe 16 Punkte.

Château Tour de Mirambeau Rosé 2010

Punkte: 16/20
Passt zu: Fisch, Kalb, asiatischen Gerichten
Preis: momentan Fr. 13.80

Kaufen kann man den Rosé hier

*P.S. Für den optimalen Genuss empfiehlt sich eine Trinktemperatur von 9 – 13 Grad Celsius. Die Aussentemperaturen dürfen gerne auch über 25 Grad liegen.


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Z wie Zambujeiro

Draussen ist es kalt und nass. Zeit für eine Flasche Roten aus wärmeren Gefilden. Die Reise geht heute nach Portugal, direkt zu einem Schweizer. Emil Strickler heisst der Mann, der sich in dreizehn Jahren an Portugals Spitze kelterte. Alexander von Essen hat diesem einen Sondertropfen abgerungen. Zum Glück.

Der Rotwein mit dem schicken Etikett kommt von einem relativ kleinen Weingut in Zambujeiro nahe Borba. Die Ortschaft liegt 170 Kilometer südöstlich von Lissabon entfernt und befindet sich in der Region Alentejo unweit der spanischen Grenze. Quinta ist übrigens das portugiesische Wort für Weingut. Stricklers Quinta umfasst 21 Hektar an eigenen Reben, zehn zusätzliche Hektar werden dazugemietet. Sie stehen auf durchlässigen Schieferböden. – Das Thema Schiefer hatten wir erst vor kurzem ja schon einmal, allerdings bei einem Riesling. Auch beim Portugiesen schlägt sich das Terroir mineralisch im Wein nieder.

Borda, Alentejo, Portugal, Europa

Borda, Alentejo, Portugal

Der Quinta do Zambujeiro Z ist, wie eingangs erwähnt, eine Spezialabfüllung für die Selection Alexander von Essen*. Der Wein wurde zwölf Monate lang im Barrique ausgebaut. Übrigens ist es kein sortenreiner, sondern ein Blend aus Aragones (= Tempranillo), Touriga Nacional, Trincadeira sowie – laut Produzent – einem kleinen Anteil Cabernet Sauvignon. Damit ist der Z traubenmässig an den Star des Hauses angelehnt. Dieser wird nämlich aus denselben autochthonen, protugiesischen Traubensorten hergestellt. Einzig den Cabernet-Anteil lässt man bei jenem weg. Als Önologe zeichnet Alain Bramez verantwortlich. Auf der Quinta wurde der erste Wein unter Schweizer Hand übrigens vor rund 13 Jahren gekeltert. Strickler ist also noch nicht sehr lange im Geschäft. Umso erstaunlicher ist es, dass seine Quinta do Zambujeiro qualitativ bereits zu den Top Five unter Portugals Produzenten gezählt werden darf. Mit ein Grund ist sicher, dass die Erträge klein gehalten werden und streng von Hand selektioniert wird.

Dieser Umstand macht mich neugierig. Lassen sich diese Qualitäten auch auf die Spezialabfüllung übertragen? Nach dem Öffnen der Flasche dekantiere ich den Wein und lasse ihn zwei Stunden atmen. Schliesslich schenke ich ein: Er ist rubinrot. Die Nase ist fulminat. Es riecht, als ob man seine Nase in ein süsses Erdbeerenfeld halten würde. Ergänzt wird das Bouquet durch etwas Leder, Holz, erdige Nuancen. Meine Hoffnung wächst. Im Mund schwingen zusätzlich auch dunkle Beeren, Paprika und mineralische Noten mit. Ausserdem bilde ich mir ein, etwas Rauchiges erkennen zu können. Der Z ist Wein gewordener Hüne mit einem kräftigen Körper. Trotzdem ist er komplex und nicht bullig. Mit seinem endlosen, schmelzigen Abgang bietet er ein aussergewöhnliches Wein-Erlebnis zum moderaten Preis.

Es erstaunt nicht, dass sämtliche Zambujeiros von Parker stets 90 und mehr Punkte erhalten haben. Auch der Z passt absolut in das Beuteschema des amerikanischen Weinkritikers. Da hat man wirklich eine Fruchtbombe im Glas. Das Beste daran: Chile, Argentinien und Südafrika bleiben aussen vor. Wir bleiben in Europa und ich meiner Linie treu. Im Promo-Video wird Alentejo übrigens mit Kalifornien verglichen. Nicht zu unrecht: Der Zambujeiro könnte genauso gut im Napa Valley gekeltert worden sein. Man schmeckt förmlich die vielen Sonnenstunden.

„Leicht war gestern, heute wird geklotzt!“, scheint einem der Rotwein entgegenzurufen. Eigentlich ist es mehr ein Schreien, ein lautes, unüberhörbares. Er ist rund. Er ist fett. Er hat Frucht. Darum muss ein herzhaftes Stück Fleisch auf den Tisch. Sofort! Denn eine alternative Essenspaarung kann ich mir kaum vorstellen. Oder man geniesst ihn einfach so. Fruchttrinker werden ihn lieben. Garantiert. Ich gebe 18 Punkte.

"Z" Quinta do Zambujeiro

Punkte: 18/20
Passt zu: Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch (Rind, Schwein)
Preis: Fr. 19.95

 

Den Quinta do Zambujeiro Z gibt es hier zu kaufen.

 

 

 

 

 

* Meine These erhärtet sich: Alexanders Selektion war einmal mehr eine gute Wahl.