Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen


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Kurz angenippt: Domaine Josmeyer, Fleur de Lotus, 2012

Notizen

Leichter Bio-Wein aus dem Elsass. Sehr spezielle Cuvée aus Pinot Blanc, Gewürztraminer, Muscat und Riesling. Fleur de Lotus – Nomen est omen: Florale Noten, Pfeffer, Lakritze, Koriander. Im Boquet überwiegt der Gewürztraminer, dessen Süsse ist im Mund jedoch angenehm zurückhaltend. Die Säure ebenfalls. Mittlere Länge. Schöner Abgang. Unspektakulärer Wein im positiven Sinne. Guter Essensbegleiter bei würzigen, asiatischen und indischen Speisen. Ohne passende Gerichte macht der Fleur de Lotus jedoch kaum Spass. Auch als Apéro-Wein fällt er definitiv durch. Kennt man sein Einsatzgebiet, weiss er aber zu gefallen. Ich gebe 15 Punkte.

Josmeyer Fleur de Lotus

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Kurz angenippt: Germanier, Amigne de Vétroz, 2012

Notizen

Im ersten Moment einfach nur sehr süss. Unglaublich intensiver Duft nach Honig. Erinnerungen an Met werden wach. Der Süsse trotzt glücklicherweise ausreichend Säure. Der Weisswein harmoniert am ehesten zu scharfen asiatischen oder indischen Gerichten. Er ist süffig, ermüdet aber auch den Gaumen relativ schnell. Ich bin froh, nur das Kleinflaschenformat aufgetischt zu haben. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die Farbe, das Bouquet und der Geschmack sind tadellos, letzterer aber vor allem Geschmackssache. Meinen trifft’s nur bedingt. Der Wein ist ein typischer Degustationsschmeichler. Einmal mehr handelt es sich um einen sehr speziellen helvetischen Weisswein, für den die ideale Essenpaarung noch gefunden werden muss. Trotzdem ein Schweizer Qualitätsprodukt von Germanier: 16 Punkte.

AgnedeVétroz

Unter der Rubrik kurz angenippt findest du Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Let’s Woo! – Aufricht, Grauburgunder 2012

Jenseits des Bodensees gibt es eine umtriebige Winzerfamilie. Die Aufrichts. Der Name ist Programm. Wenigstens bei mir. Unlängst landete nämlich eine Flasche ihres 2012er Grauburgunders in meinem Domizil. Zum Glück, kann ich da nur sagen. Denn der Meersburger provozierte auf Anhieb einige Oohs und Aahs. Flaschentester wird zum Woo-Girl. Wenigstens für einen Abend lang. Warum? Lest selbst.

Jetzt mal ganz unter uns, wer hätte gedacht, dass Süddeutscher Wein was kann? Meine Kurztrips in die ufernahe germanische Landschaft waren bisher vor allem durch zwei sich wiederholende Umstände geprägt: Schlechten Spätburgunder und bis zum Rand gefüllte Rotweingläser, oder aber einfache Weisse, mit welchen man Bodenseefisch  unspektakulär aber durchaus passend runterspülen kann. Ich Ignorant, ich. – Flaschentester bittet offiziell um Absolution. Danke.

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Familienidylle am Bodensee: Drei Generationen Aufricht.

Umdenken ist angesagt. Baden-Württemberg, mein Interesse ist geweckt. Schuld daran ist die bedauerliche Schliessung der Weinhandlung zum Turm in St. Gallen. Denn wie ein Phönix aus der Asche schiesst an derselben Location schon das nächste Geschäft aus dem Boden. Eines das sich auf Spirituosen spezialisiert hat: Glen Fahrn zum Turm. Im Schaufenster stehen kurz vor Weihnachten auch einige Rotweinflaschen. Protzboliden aus Bordeaux. Doppelmagnum und Impérial lassen grüssen. Also nichts wie hinein, da muss es schliesslich auch Wein geben.

Meine Degustationspartnerin begleitet mich. Wir betreten das Lokal und lassen Whiskey und Cognac links liegen. Schnurstracks geht’s Richtung Keller. Und siehe da, etliche Weinflaschen besetzen die Regale des Gewölbes. Schön. Beeindruckend vor allem die Bordeaux-Vollversammlung. Wohl sortierte und vor allem trinkreife Flaschen zeigen sich von ihrer besten Seite. Da steckt Herzblut darin. Auch der Sauternes-Liebhaber kommt nicht zu kurz. Nach kurzem und sehr angenehmem Smalltalk mit dem Sommelier Steffen Haasl, empfiehlt uns dieser einige Flaschen der Aufrichts. Wir entscheiden uns für den 2012er Grauburgunder. Schliesslich steht abendlich Risotto auf dem Programm. Und was passt da besser? Eben.

Eine Lilie schmückt die Burgunder-Flasche, das Signet für die Spitzenlinie des Winzers. Ich schenke ein. Der Wein ist quittengelb. In der Nase Honigmelone, Grapefruit, Birne, Gräser und Stachelbeere. Im Mund erkennt man auf Anhieb einen typischen Grauburgunder. Was dann kommt ist einfach der Hammer: Ein breiter, fetter und vor allem nussiger Weisswein mit Druck. Wunderbarste Säure, langer Abgang und ein Nachhall mit diesem faszinierenden prickelnden Element. Der Wein hat Schärfe, oder hebt diejenige der Speise wenigstens aufs Wunderbarste hervor. YES! Ein Bilderbuch-Grauburgunder. Was für eine Entdeckung!

Aufrichts, ihr habt mich kalt erwischt. Euer Grauburgunder ist einfach nur fett. Von Anfang bis Ende. Mit und ohne Essen und überhaupt. Die nächsten Ferien am See sind gebucht. Ein Besuch bei euch scheint unausweichlich. Noch heute schallen Woos und Aahs im Casa Flaschentester nach. Meine Nachbarn haben sich unterdessen daran gewöhnt. Ich gebe 19 Punkte und fahre mein Lautsystem wieder auf eine angenehm zurückhaltende und vor allem leise Swissness runter.

Aufricht 2012 GBPunkte: 19/20
Passt zu: Risotto
Preis: Fr. 22.-

 

Aufrichts Grauburgunder gibt’s bei Glen Fahrn in St. Gallen. Andere Weine desselben Winzers zum Beispiel bei whiskyworld.de


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Riesling für den Niesling: Van Volxem Fuder 13, 2012

Flaschentester hat sich erkältet, als er wiedermal für seinen Blog mit dem Radl durch Eiseskälte und Schneeregen quer durch die Stadt einige Rote und Weisse besorgen ging. Die Nase tropft, die Ohren sind scheinbar mit Watte gefüllt. Als wäre das nicht schon genug, meldet sich der interne Bio-Sensor plötzlich mit einer leichten Erhöhung der Betriebstemperatur. Da hilft nur eines: Trinken.

In der Küche wartet schon der Hustensirup, weiter geht’s mit eimerweise Tee. Kaum ist die Tropfnase verklungen, nehme ich Abschied von den Tassen und halte meinen Rüssel endlich in ein anständiges Glas. Eins mit Riesling drin. Er hört auf den Namen Fuder 13.

Der Begriff steht an der Mosel für ein Weinfass mit sage und schreibe 1’000 Litern Inhalt. Nicht schlecht, Herr Specht – pardon – Niewodniczanski. So heisst nämlich der Mann, der 1999 das etwas eingeschlafene VDP-Weingut Van Volxem, ehemals Jordan & Jordan, übernahm und wieder auf Kurs brachte. Der Spross der Bitburger-Führungsriege, schien von Anfang an ein glückliches Händchen und genügend Geld für die Neuorganisation des deutschen Traditionsbetriebs zu haben. Auch seine Philosophie scheint erfolgsversprechend zu sein: Lese von Hand, Ertragsreduzierung an den Reben und akkurate Laubwandarbeit werden bei dem Online-Nachschlagewerk gelistet. Die Weine gären ausserdem ohne Zusatz von Industriehefen und werden nicht geschönt. Traditionell ist auch das Vergären des Mosts im besagten Fuder. An der Saar ist Bio angesagt. Und wie.

Das klingt ja schon mal gut. Mehr ist auch mit Hilfe von Van Volxems Homepage leider nicht in Erfahrung zu bringen. Diese besteht nämlich lediglich aus einer Art Diashow. Also müssen für diesen Artikel Sekundärquellen herhalten. Schade. Denn Roman Niewodniczanski macht auf Understatement pur, denke ich mir und nippe nochmals am Weissweinglas. – Der Mann kann das aber auch. Er hat Hirn, Moneten, Erfolg, Aussehen, Auszeichnungen und vermutlich auch sonst alles was man sich wünscht.

Dieses Bild vermitteln einem wenigstens die Medien – und auch das geschickte Marketinghändchen von Niewodniczanski himself. Denn, wenn man was über ihn liest, dann nur Märchenhaftes. Vom weissen Ritter ist die Rede, von einem Pionier, einem der alles richtig anpackt und ausschliesslich dem Wein und der Region dient. Hach, zu schön um war zu sein, diese streckenweise auf Boulevard-Niveau geschriebenen Artikel über den Riesling-Robin Hood. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Hochglanzbildern: Roman mit Hund. Roman im Weinberg. Roman im Frack. Roman als Actionheld. Roman im Büro. Die Liste liesse sich spielend fortsetzen. Dallas meets Denver Clan meets Falcon Crest. Egal, mich interessiert in erster Linie der Wein. Aufgeblasene Werbemaschinerie oder nicht, ich trinke und geniesse.

VanVolxem

Nein, keine neue Soap, sondern ein Winzer im Glück: Roman Niewodniczanski (rechts im Bild).

Denn das muss man den den deutschen Rieslingen lassen: Nirgendwo sonst auf der Welt erhält man solche Spitzenqualitäten zu derart moderaten Preisen. Selbst Grosse Gewächse kosten heute selten mehr als fünfzig Franken. Und auch ein einfacher Kabinett oder Gutswein kann bereits enorm Spass machen. Riesling ist toll. Riesling ist bezahlbar. Riesling macht Spass!

Der Fuder 13 liegt preislich im unteren Mittelsegment und stammt aus dem schönen Rieslingjahr 2012. Es handelt sich um die A-Klasse des Van Volxem-Sortiments. Was kann ich von dieser erwarten? Nun, wie beim deutschen Automobilhersteller, durchwegs Wertiges. Niewodniczanski’s Abfüllung besticht in der Nase durch allerlei gelbe Früchte. Man riecht Grapefruit, Ananas, Banane und etwas Zitrone. Der Duft ist durchaus betörend. Im Mund ist der Volx relativ unspektakulär. Die Säure ist angenehm, der leichte Sprudel gefällt, der Früchtekorb ist nach wie vor vorhanden. Ein Hauch Mineralität mischt sich ins Spektrum. Der Wein besitzt eine liebliche Attitüde, er ist süffig und unkompliziert, gleichzeitig aber auch angenehm erfrischend. Es ist ein Wein für Gelegenheitsgeniesser und solche, die sich geschmacklich nicht zu weit aus dem Fenster wagen wollen. Van Volxem’s Riesling ist schlicht ein sehr solider, vollmundiger Wein.

Für etwas mehr als zwanzig Franken erhält man einen überaus ordentlichen produzierten, und durch und durch traditionellen Riesling ins Glas. Es handelt sich um einen schönen fruchtigen Weisswein, der auf Anhieb Spass macht. Es gibt preisgünstigere Flaschen gleicher Qualität, keine Frage. Doch auch diese hier kann man bezahlen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung. Schliesslich wollen Van Volxem’s Webdesigner auch bezahlt werden. Und wenn noch einige Flaschen mehr des Fuders über die Ladentheke wandern, gibt’s vielleicht in naher Zukunft ausser Bildern, online inhaltlich auch mal was Nahrhafteres zu sehen. Schön wär’s. Ich gebe 17 Punkte. – Meiner Nase geht’s übrigens wieder besser. Danke der Nachfrage.

Fuder13

Punkte: 17/20
Passt zu: (Ziegen-)Käse, vegetarisch-würzigen Gerichten, kalten Platten, Bauern-Omelette
Preis: Fr. 21.00 / € 13.85

Van Volxem’s Fuder 13 gibt’s bei Mövenpick Schweiz oder Deutschland.


Ein Kommentar

Coop – Weinmesse Basel 2013

Es ist Herbst. Die alljährlich wiederkehrenden Messen öffnen pünktlich ihre Tore. Flaschentester und sein Team möchten dem Rummel der Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung – besser bekannt als OLMA – um jeden Preis hinter sich lassen. Flink suchen sie das Weite. Dank ausgefahrener Ellbogen erreichen sie trotz zahlreicher, in St. Gallen ankommender Besuchermassen den Zug Richtung Nordwestschweiz. Ziel: Die etwas ruhigere Coop Weinmesse im Restaurant Schützenhaus in Basel.

Coop Weinmessen

Coop’s Weinmesse: Ein Wanderzirkus durch die Schweiz.

Zwei Stunden und sechzehn Minuten später erreichen wir die Schweizer Pharma-Metropole. Ich freue mich, den TGV verlassen zu können. Nur mit etwas Glück, ergatterten wir in Zürich die letzten zwei Sitzplätze. Eng ist er, der französische Hochgeschwindigkeitszug. Da nützt auch der seitlich angebrachte Schriftzug wenig: TGV Geschwindigkeits-Weltrekord 574,8 km/h. Nun gut. Das gebuchte Hotel stimmt versöhnlich. Es liegt zentral, das Personal ist freundlich, der Preis stimmt und das Interieur wirkt, trotz der alten Bausubstanz von 1899, zeitgemäss. Wir checken ein.

Coop Weinmesse 2013 Eingang

Wo geht’s hier zu den Ritterspielen, pardon, der Weinmesse?

Um 13.30 Uhr stehen wir an der Haltestelle Centralbahnplatz. Die Sonne scheint. Trotzdem ist es eiskalt. Gefühlte fünf Grad Celsius. Neben uns stehen Fastfood-essend und Cola-schlürfend, der Kälte zum Trotz, ein paar Jugendliche. Ein Gedanke drängt sich auf: Mit leerem Magen ist nicht gut degustieren. Vor allem nicht die unglaubliche Zahl von dreihundert Weinen, welche uns in Kürze erwarten. Da kann man noch so schlürfen und ausspucken. Der durch die Mundschleimhaut absorbierte Alkohol lässt keinen noch so trainierten Degusteur nüchtern. Kurz entschlossen machen wir also Halt bei der nächsten Kebap-Bude. Einen Döner später fahren wir gestärkt und guter Dinge mit dem 3er Tram Richtung Schützenhaus. Im Eingangsbereich erwarten uns zwei Empfangsdamen: „Einladung, oder Supercard?“ Ich krame letzteres aus meinem Portemonnaie. Wer beides nicht sein Eigen nennt, zahlt faire zwanzig Franken Eintritt. Umgehend erhält man ein Hochglanzprogrammheft und ein Degustationsglas in die Hand gedrückt. Die Mäntel bleiben draussen. Wir betreten gespannt das weisse Zelt.

Alles macht einen aufgeräumten Eindruck. Dem Besucher bieten sich über zwanzig verschiedene Stände in etwas steriler Zeltatmosphäre. Jeder Tisch bietet einen geographischen bzw. thematischen Schwerpunkt. Einschenken muss man nicht selber. Das anwesende Personal ist durchwegs sympathisch, hilfsbereit und vom Fach. Sehr angenehm. Lediglich die angebotenen Brotstückchen scheinen vom Vortag zu sein. Schade. Im Raum stehen strategisch verteilt Wasserspender. Abfalleimer und Hinweisschilder zum Auffinden der Toiletten sucht man jedoch leider vergeblich.

Zum eigentlichen Highlight, den Weinen: Den Einstieg in den Degustationszirkel bilden Schweizer Weissweine, natürlich gefolgt von solchen jenseits der helvetischen Grenzen. Weiter findet man Schweizer Rotweine, Österreicher, Südfranzosen, solche aus Bordeaux und Italiener. Ab Stand Zwölf folgen erst Vertreter des diesjährigen Gastlandes Portugal, dann Spanier, Weine aus Übersee, Produkte des Gastproduzenten Domaines Barons de Rothschild, gefolgt von hier sogenannten Boutique-Weinen höherer Preisklassen, einer Auswahl an Süssweinen und zu guter letzt vor allem französischen Raritäten (Mouton Rothschild, Lafite etc.), welche jedoch nicht degustiert werden können, sondern lediglich für den direkten Verkauf gedacht sind.

Coop Weinmesse 2013 Besucher 2

Coop’s Durchschnittspublikum: Ü40, als Pärchen oder im Rudel unterwegs, massiv fachsimpelnd.

Kurz gesagt: Coop bietet dem Vinophilen die volle Breitseite. Es stehen über 300 Weine perfekt temperiert in den Startlöchern. Zu meinem Erstaunen werden jedoch überwiegend Weine angeboten, welche bei Coop-Filialen nicht erhältlich sind. So findet man geschätzte 250 Exklusiv-Angebote auf der Coop-Weinmesse. Exklusiv bedeutet nur hier erhältlich. Klingt unlogisch, ist es irgendwie auch. Vor allem bei dieser Gewichtung. Dafür gibt es ab einer Bestellung von zwölf oder mehr Flaschen zwanzig Prozent Rabatt. Na ja. Ich hätte lieber mehr Weine aus dem Coop-Sortiment gesehen. Deshalb entscheide ich mich dafür, hier ausschliesslich die in den Filialen erhältlichen zu besprechen.

Los geht’s. Stand Eins. Hier gefällt uns auf Anhieb die sehr spezielle Cuvée der Domaine la Capitaine. Diese hinterlässt beinahe so komplexe Eindrücke wie der hier bereits besprochene Johanniter. Der am selben Stand anzutreffende Zürcher Staatsschreiberwein, ebenfalls eine Cuvée, macht vor allem als Apérowein eine gute Figur. Überzeugend sind aber vor allem die Weissweine Walliser Provenienz. Allen voran die beiden Abfüllungen des Labels Maître de Chais. Da wären ein überaus fruchtiger Heida, und ein etwas weniger überzeugender, aber immer noch sehr schöner Petite Arvine der selben Genossenschaft. Mit dem Humagne Blanche Bibacchus schwenken wir einen Weisswein, der förmlich nach Raclette zu lechzen scheint. Herausragend auch der Amigne de Vétroz von J. R. Germanier. Eine Honigbombe erster Sahne. Süffig ohne Ende. Dicht, ausgewogen, füllig sind Attribute, die einstimmig genannt werden.

Auf Bitten hin, schenkt uns eine sehr freundliche Dame einen deutschen Weissburgunder, genauer eine Spätlese, ein. Sie stammt von der Badener Spitzenlage Auggener Schäf. Ein fruchtbetonter Weisswein. Ein Elsasser Riesling, sein Wachauer Pendant so wie ein Riesling Smaragd – ebenfalls aus der Wachau -, wissen zwar ebenfalls zu gefallen, sind aber leider nicht in Coop-Filialen erhältlich. Also gleich wieder vergessen. Danke.

Zu den Rotweinen: Die deutschschweizer Blauburgunder sind insgesamt nicht der Rede wert und entsprechen dem Erwarteten. Guter Durchschnitt, nicht mehr. Auch der Walliser Cornalin fällt etwas ab. Erfreulich sind hingegen der ebenfalls aus dem Wallis stammende Humagne Rouge, so wie der Tessiner Merlot Rubro Valsangiacomo.

Coop Weinmesse 2013 Besucher 3

Die Kronleuchter machen beinahe vergessen, dass man sich in einem Zelt befindet.

Bei den Österreichern schmeckt Scheiblhofer’s Cabernet Sauvignon herausragend. Johann Schwarz’s Modewein Schwarz Rot enttäuscht hingegen. Ein Zweigelt vom im Burgenland ansässigen Winzer Moser, schmeckt durchschnittlich. Der Preis entspricht mit über zwanzig Franken ebenfalls nicht dem Gebotenen. Preisingers Pannobile zaubert uns dann hingegen ein Lächeln ins Gesicht. Leider sind auch die österreichischen Weine Exklusiv-Angebote der Messe. Schade. Einmal mehr. Gerade bei den Österreichern könnte Coop sein Sortiment gerne erweitern.

Mit dem Weinglas in der einen und einem Spuckbecher in der anderen, schlendern wir nach Südfrankreich. Pardon, zum nächsten Stand. Nebenbemerkung: Nachdem ich vor kurzem bei Mövenpick einer leider nur allzu enttäuschenden Südfrankreich-Degustation beiwohnte, erwarte ich hier so gut wie nichts.

Aaah, wie kann man sich irren! Gott sei Dank. Wir verkosten vier Weine. Und so viel vorweg: Keiner enttäuscht uns! Selbst der äusserst preiswerte Corbières Grande Réserve des Châteaus Pech-Latt überzeugt auf seine minimalistische Weise. Komplexer zeigen sich der Gigondas Terra Amata, der Terre d’Argile Domainde de la Janasse und mein Favorit: Der Gigondas von E. Guigal. Ein Südfranzose mit Druck. Rund, gehaltvoll, ausgewogen und ziemlich fett. Toll! Meine Vorurteile sind wiederlegt. Degustationsnotizen folgen in diesem Blog. Versprochen.

Bei den Bordeaux überrascht uns vor allem der im Programm als Tipp deklarierte Château de Pressac. Ein 2010er aus St. Emilion. Ein Toller Bordeaux unter dreissig Franken. Und du ahnst es, natürlich ist auch dieser nicht in Coop-Filialien erhältlich. Mist. Verdammter!

Châteaux Rollan de By, Sociando-Mallet und den Chasse-Spleen gibt’s hingegen in grösseren Coops (ist das der korrekte Plural?) deiner Wahl. Der Sociando befindet sich zwar offensichtlich noch vor seiner eigentlichen Trinkreife, macht aber bereits mächtig Spass. Da verkneif‘ ich mir dann auch mal das Ausspucken. Meine Degustationspartnerin meint sowieso, sie spucke nie aus. Der Wein sei dafür viel zu schade. Tja, irgendwie kann ich ihr Argument ja nachvollziehen. Gerade bei Weinen solcher Qualität.

Zurück zum Thema: Auch der Rollan de By und vor allem der Chasse-Spleen überzeugen bereits jetzt. Fragezeichen hinterlässt vor allem der 2010er Phélan Ségur. Er scheint noch ein paar Jährchen reifen zu müssen. Dominante Tannine und ordentlich Säure machen es äusserst schwierig, abzuschätzen, wie er sich in Zukunft entwickeln wird. Parker gibt ihm 90/100, Gabriel 18/20 Punkte. Wir verlassen uns darauf.

Coop Weinmesse 2013 Werkzeug

Flaschentester’s Werkzeug: Glas, Spuckbecher, Messeplan und Kugelschreiber.

Einige Schritte entfernt liegt Stand Zehn und damit Italien. Süditalien mit seinen Primitivos und Salice Salentinos lassen wir aussen vor. Langsam geht uns nämlich ein wenig die Puste aus. Über sechzig Weine fanden schon den Weg in unsere Gläser. Da kann man die einfacheren Tischweine schon grosszügig übergehen.

Ähnlich wie die roten Südfranzosen bei Mövenpick, enttäuschten im September bei Martel/St. Gallen auch viele der degustierten italienischen Rotweine. Umso gespannter bin ich auf die Auswahl von Coop. Empfehlen kann ich den 2006er Langhe DOC Bricco Manzoni Rocche dei Manzoni. Auch einem der günstigsten, dem Naturaplan Bio Chianti kann man Einiges abgewinnen. Eine Überraschung zu dem Preis. Schön auch der Brunello di Montalcino DOCG Tenuta di Sesta so wie der Toscana IGT Lucente. Als letzten Südeuropäer verkosten wir den Amarone von Zeni. Auch dieser bietet ein sehr ordentliches Preis-Leistungsverhältnis.

Bei den portugiesischen und spanischen Weinen müssen wir leider passen. Beinahe sämtliche Flaschen sind Exklusivangebote, und somit ebenfalls ausschliesslich auf der Messe erhältlich bzw. zu bestellen. Ähnlich verhält es sich mit Weinen der Domaines Barons de Rothschild. Auch die Stände mit den Überseeweinen übergehen wir. Schliesslich hat Flaschentester Prinzipien.

Das Ende der Degustation bilden Süssweine. Ein Klassiker, der ungarische Tokaji, schmeckt wie erwartet überzeugend. Sehr erfreulich mundet uns auch der dunkelrote Recioto aus dem Valpolicella. Bestimmt eine schöne Sache. Zum Beispiel zu Beeren-Parfaits und fruchtigen Sorbets. Auch weihnachtliche Süssspeisen kommen als Essenspaarung für den italienischen Süsswein in Frage. In Mangel dessen beschränken wir uns auf trockenes Brot. Bäh! – Es gibt Besseres.

Nächste Probe: Laut Sommelier überzeugt der Muscat de Beaumes-de-Venise vor allem weibliche Messebesucherinnen. Eine Aussage, die wir einhellig nachvollziehen können. Dieser letzte von uns verkostete Tropfen ist leicht, frisch und blumig. Ein schöner Kontrast zu den doch enorm viel körperreicheren Süssweinen à la Rieussec und Konsorten an Stand 21.

So, fertig degustiert.

Etwas erschlagen erreichen wir das Hotel. Das war doch ne Menge Holz, Verzeihung, Wein für einen Tag. Ich trink‘ jetzt erstmal ein Glas Wasser und werte meine Notizen aus. Trommelwirbel und Ta-ta-ta-taaaa – hier ist Flaschentesters Zusammenstellung für Freundinnen und Freunde der Supercard:

Bezeichnung

Farbe

Jahrgang

Herkunft

Punkte

Preis

Gigondas AOC E. Guigal rot 2010 Frankreich

18-19

27.00

Ch. Chasse-Spleen Moulis en Médoc AOC rot 2010 Frankreich

18

39.90

Ch. Sociando-Mallet Haut Médoc AOC rot 2010 Frankreich

18

61.00

Tokaji Aszu 5 Puttonyos Disznokö Süsswein 2007 Ungarn

18

37.00

Ticino DOC Merlot Rubro Valsangiacomo rot 2009 Schweiz

18

39.00

Valais AOC Petite Arvine Maître de Chais weiss 2011 Schweiz

17-18

18.80

Amarone della Valpolicella DOC Vigne Alte Fratelli Zeni rot 2010 Italien

17-18

32.50

Valais AOC Amigne de Vétroz J. R. Germanier weiss 2012 Schweiz

17-18

19.00

Valais AOC Heida Maître de Chais weiss 2011 Schweiz

17

19.10

Ch. Rollan de By Médoc AOC rot 2010 Frankreich

17

29.90

Coop Naturaplan Bio Corbières AOC Grande Réserve Château Pech-Latt rot 2012 Frankreich

17

10.90

Coop Naturaplan Bio Gigondas AOC Terra Amata rot 2012 Frankreich

17

14.90

Recioto della Valpolicella DOC Classico Fratelli Zeni Süsswein 2011 Italien

17

15.50

Langhe DOC Bricco Manzoni Rocche dei Manzoni rot 2006 Italien

17

32.50

Toscana IGT Lucente rot 2010 Italien

17

31.00

Coop Naturaplan Bio Chianti Classico DOCG Concadoro rot 2011 Italien

16

12.50

Muscat de Beaumes-de-Venise AOC Fenouillet Süsswein 2012 Frankreich

16

15.90

Coop Naturaplan Bio Cuvée Noble Blanc La Côte Domaine la Capitaine weiss 2012 Schweiz

15-16

19.90

Zürich AOC Staatsschreiberwein Cuvée Blanc Prestige weiss 2012 Schweiz

15

14.50

Valais AOC Humagne Blanche Bibachhus weiss 2012 Schweiz

15

15.90

Valais AOC Cornalin Maître de Chais rot 2010 Schweiz

15

21.50

Weisser Burgunder Spätlese Winzerkeller Auggener Schäf weiss 2012 Deutschland

15

10.90


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Kurz angenippt: Wachau, Grüner Veltliner, 2012

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

GrŸüner Veltliner


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Kurz angenippt: Gewürztraminer Réserve, Alsace Willm SA, 2011

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.

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Henri Badoux – Aigle „Les Murailles“ 2011, Chablais AOC

Egal ob Manor, Mövenpick, Zanolari oder Coop – eine Flasche gehört scheinbar zur Grundausstattung jeder halbwegs gut sortierten helvetischen Weinhandlung. S’ist eine grüne aus dem Waadtland. Darin ein Chasselas aus der Appellation Chablais. Unverkennbar nicht zuletzt durch die kleine, neckische Eidechse auf dem Etikett.

Der Kanton Waadt ist mit seinen knapp 4’000 Hektaren Rebfläche das zweitgrösste Weinbaugebiet der Schweiz. Aufgrund der klimatischen Unterschiede wird das Waadtland heute in drei Zonen eingeteilt: Nördlichöstlich des Genfersees liegt Chablais mit so bedeutenden Appellationen bzw. Ortschaften wie Aigle oder Yvorne. Zwischen Lausanne und Montreux, am Ostufer des Sees liegt Lavaux, dessen Weinbergterassen seit 2007 zum UNESCO-Welterbe gehören.

Dazu gehört zum Beispiel die in der Deutschschweiz sehr bekannte Appellation Saint Saphorin. Hier gibt es unzählige, steilwandige Felsterassen mit Weingärten mit bis zu zwanzig Stockwerken, welche zum Teil bereits im 12. Jahrhundert von Zisterziensern mühseelig aufgebaut wurden. Die nebeneinander liegenden Lagen Dézaley und Calamin besitzen sogar Grand-Cru-Status. Die dritte Zone trägt den Namen La Côte. Dieser grösste Bereich, nordwestlich des Genfersees, liefert 40% der Waadtländer Weine. Bekannt sind unter anderem die Appellationen Aubonne, Féchy oder Mont-Sur-Rolle.

Château_d'Aigle

Château d’Aigle: Wahrzeichen und Weinmuseum.

Angebaut wird vor allem Chasselas, auch Gutedel genannt. Die Waadtländer sprechen von der Perlan. Gemeint ist immer dieselbe Traube. Das Waadtland ist bekannt für seine Weissweine. Die roten Sorten machen gerade mal einen Viertel der Gesamtfläche aus. Hauptsächlich Pinot Noir und Gamay entfallen auf diese. Zum Teil werden auch Syrah, Gamaret und andere Trauben bewirtschaftet. Das Genferseegebiet besitzt insgesamt 28 Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung, die in sechs Weinbaugebieten (AOC) gedeihen, von denen jedes seine topografischen und klimatischen Besonderheiten besitzt. Aufgrund seiner Grösse, aber auch der Vielfalt der Böden, des Klimas und der Lagen, ist das Genferseegebiet zweifellos das vielfältigste Weinbaugebiet der Schweiz.

Die von mir gekaufte Flasche ist ein typisches Produkt aus der Gegend. Der Chasselas mit dem Namen „Les Murailles“ stammt aus der Produktion der Henri Badoux SA in Aigle. Die Firma wird 1908 vom gleichnamigen Westschweizer gegründet. Das Familienunternehmen setzt sich bereits in jungen Jahren mit dem Namen Aigle in Verbindung mit dem berühmten Weinberg „Les Murailles“ durch. Drei Jahrzenhnte später übernimmt Badoux‘ Sohn Emile die Geschäfte, welche damals vor allem aus einer bescheidenen Weinhandlung bestehen. Die Erbschaft wird durch ihn zu einem – für Schweizer Verhältnisse – riesigen Weingut von über fünfzig Hektaren in den Appellationen Aigle, Yvorne, Ollon und Saint-Saphorin ausgebaut. Als Pionier führt er im Waadtland den dort noch kaum verbreiteten Blauburgunder ein. Mit der Vergrösserung des Betriebs wächst auch der gute Ruf des Unternehmens. Nicht nur in der Schweiz sind die Weine der Badoux SA beliebt, sondern vor allem auch in Deutschland und den Vereinigten Staaten. In den 90er Jahren übernimmt mit Olivier Badoux das Familienunternehmen in dritter Generation. 2008 wir die Geschäftsleitung an Kurt Egli abgegeben. Als Önologe zeichnet sich Daniel Dufaux verantwortlich, Jean-Pierre Luthi ist für den Weinbau zuständig. Der Betrieb verfügt über moderne Kellereien und arbeitet schon seit zehn Jahren nach den Standards der integrierten Produktion.

Das Gebiet Chablais am nordöstlichen Genfersee

Das Gebiet Chablais am nordöstlichen Genfersee.

Zum Wein: Ich schenke ein. Hoppla, beinahe habe ich das Gefühl einen Grünen Veltliner im Glas zu haben! Farblich überzeugt der Chasselas. Das schöne Hellgelb ist mit grünen Reflexen durchzogen. Die Nase ist ebenfalls sehr ansprechend. Es riecht nach Lindenblüten und erinnert durch reichlich mineralische Akzente wie Schiefer oder Kreide an manchen Riesling, den ich schon getrunken habe. Im Mund dann die totale Überraschung: Der Weisswein hat ganz leichten Sprudel, ist ungemein würzig, fast schon pfeffrig scharf. Auch hier findet man Ähnlichkeiten zum Grünen Veltliner. In mir erweckt der Wein sofort ein Instant-Kindheitsgefühl. Er erinnert mich an die alljährliche Beerenlese im heimischen Garten. Den Geschmack von frischen Stachelbeeren habe ich seither verinnerlicht. Dieser Wein schmeckt eindeutig danach. Der Abgang ist von mittlerer Länge, sehr trocken und bringt das Säurespiel nochmals deutlich zur Geltung. Als Essenspaarung versuchen wir’s zuerst mit frischem, grünem Rheintaler Spargel an hausgemachter Zitronen-Thymianmayonnaise. Diese Kombination erweist sich eher als suboptimal. Einen Tag später versuchen wir’s mit einer Auswahl halbharter und harter, reifer Käsesorten. Auch diese Paarung empfinde ich persönlich als problematisch. Der Wein hat enorm Druck und Eigengeschmack. Da wird nicht ergänzt, sondern platt gemacht. Ein sanft gegarter Fisch wird wohl am besten dazu passen. Der Waadtländer braucht Platz. So viel ist klar.

Der hier verkostete Johanniter hatte ganz ähnliche Probleme. Auch jener schmeckte an sich sehr gut, war aber schwierig mit Speisen zu kombinieren. Zum Thema Chasselas: Wie gross hier das Spektrum ist, beweist der kürzlich vorgestellte Domaine Martheray, ein Féchy der geschmacklich diametral anders gelagert ist als der „Les Murailles“. Obwohl aus derselben Sorte hergestellt, ist er feiner gegliedert und von der angenehm zurückhaltenden Sorte, besitzt keine derart dominante Schärfe, ist einfach(er) zu kombinieren und nur halb so teuer wie die Badoux-Abfüllung.

Fazit: Obwohl an jeder Ecke eine Echsen-Flasche der Henri Badoux-Kellereien steht, habe ich ein wenig Mühe mit der qualitativen Einordung dieses Westschweizer Traditionsprodukts. Auf der Habenseite steht ein unverfälschter, schön produzierter Weisswein mit regionstypischen Eigenschaften, dem gegenüber stört der hohe Preis, sowie die Schärfe und Würze des Weins, die bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Hinzu kommt die eher schwierige Kombinierbarkeit mit allerlei Speisen. Mein Gaumen kann dem anscheinenden Marketing-Hype nicht ganz folgen. Wer jedoch würzig-intensive Weissweine mag, sollte zugreifen. Ich gebe 14 Punkte.

Aigle Les MuraillesPunkte: 14/20
Passt zu: Salzwasser-Fisch mit wenig Eigengeschmack, sehr milden Käsesorten
Preis: ab Fr. 17.- / € 21.80

Den „Les Murailles“ gibt’s zum Beispiel bei Manor, Zweifel, Mövenpick und Coop. Bei Zanolari momentan sogar zum Aktionspreis von Fr. 17.-


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Kurz angenippt: Wein einer Nacht – Wein Berneck

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.


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Kurz angenippt: Malanser Completer Barrique AOC 2009, VOLG Weinkellereien

Seit kurzem findet ihr unter der Rubrik kurz angenippt Weine, welche mir irgendwo über den Weg liefen, aber nicht genauer getestet werden konnten. Die Notizen sind kurz und knapp, die Punktevergaben eher als Anhaltspunkt, denn als absolutes Mass anzusehen. Die Weine werden daher auch nicht in den Charts gelistet.