Flaschentester

… schreibt über europäische Weine und verwandte Themen

1’233 Meter für 550 Bioweine

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Spätestens seit dem nervtötenden, aber äussert werbewirksamen Coop-Ohrwurm, ist Bio wieder mal in aller Munde. Wenigstens bei denen, die vor der Flimmerkiste ihren Feierabend verbringen. Auch ich schärfe meine Pupillen in Richtung Naturprodukte und entdecke unverhofft eine mir unbekannte Weinhandlung.

Beim Wein gibt’s den Bio-Trend ja schon länger. So auch in St. Gallen. Hier öffnete Delinat nämlich bereits 1998 seine Türen und ist seither lokal führend im lokalen Bio-Weinhandel. Wer kennt sie nicht, die legendären Degustationspakete von Delinat? Auch das Sortiment macht Eindruck, bietet doch der auf Naturwein spezialisierte Händler mehr als 300 Produkte an. Sowieso hat heute jeder, der etwas auf sich hält, Bio-Weine im Angebot. So zählt zum Beispiel Coop 53 Weine und Spirituosen mit Bio-Label im Sortiment, Martel listet gar 85, Zweifel 49, bei Manor sind es neun, Globus hat fünf, und Denner immerhin noch drei Flaschen in den Regalen, um nur einige zu nennen.

Bio ist in aller Munde, auch beim Wein.

Dass Delinat aber keineswegs eine Monopolstellung im St. Galler Naturweinhandel hat, entdecke ich kürzlich per Zufall. Zwischen Leonhardsbrücke, Kreuzbleiche und SBB-Gleisen finde ich nämlich, etwas versteckt, in einem Hinterhof eine mir unbekannte Bio-Weinhandlung. Sie heisst Romanin-Weine und liegt an der Bogenstrasse 7b. Romanin hat sage und schreibe 250 Posten am Lager. Boah, und ich Ignorant erfahre erst heute davon! Unglaublich, aber war, das Geschäft liegt nur einen Steinwurf von mir entfernt. Nichtsahnend habe ich quasi meine Zelte im Epizentrum des ostschweizerischen Naturweinhandels aufgeschlagen. Jetzt, wo ich mir dessen bewusst bin, male ich mir aus, wie ich mich mit meinem Drahtesel und wehenden Fahrradtaschen glückseelig auf meine ganz persönliche Naturwein-Rundfahrt mache:

Na ja, ein Hundeschlitten wäre momentan wohl eher angesagt. – Zurück zum Wesentlichen: Romanin bietet neben Bio-Weinen auch Öle und Spirituosen an. Zum Teil wurden diese – wie auch manche Weine – vegan hergestellt. Der Händler an der Bogenstrasse hat übrigens ausschliesslich europäische Weine im Programm. Australier, Chilenen und Konsorten sucht man vergebens. Schön. Leider habe ich die Degustationstage vom letzten Wochenende verpasst. Mein Entschluss ist aber gefasst: Da muss ich mal hin! In meiner Agenda habe ich mir den ersten Dezember* markiert. Morgen ist es also so weit; morgen nehme ich die nordöstliche Route, Wetter hin- oder her!

Berichtet wird später. Versprochen!

*P.S. Speziell ist nicht nur die Lage, sondern auch die Tatsache, dass Romanin nur einmal monatlich, nämlich immer am ersten Samstag, geöffnet hat.

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