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Herbst-Special: Bordeaux für Anfänger, Teil I – un peu de géographie

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So, der Herbst ist da und es wird Zeit für einen ersten, mehrteiligen Special. Quasi von einem Einsteiger für Einsteiger. Als solcher wage ich mich an ein grösseres Thema heran: Es geht um Bordeaux, Bordeaux und nochmals Bordeaux. So viel ist klar. Alles andere sehen wir dann…

Um euch die Weine des Bordelais ein Stück näher zu bringen, versuche ich im ersten Teil etwas geografisches Grundwissen unter die Menge zu streuen. So steht man bei der nächsten Stammtisch-Diskussion zum Thema Bordeaux wenigstens nicht ganz auf verlorenem Posten, und auch im lokalen Country-Club macht sich ein wenig Bordeaux-Grundwissen nicht schlecht 😉 Ne, ernsthaft, nach der Lektüre dieses kurzen Artikels habt ihr hoffentlich wenigstens eine grobe Peilung bezüglich der Herkunft der französischen Tropfen, der wichtigsten Appellationen und einigen Bonus-Facts. Also Nerds, Kenner und Besserwisser, aufgepasst! Ihr dürft schön draussen bleiben. Mein Bordeaux-Special ist nur für offiziell ausgewiesene Dilettanten.

Na dann, los gehts !

Willst du prahlen, machs mit Zahlen:

  • bereits seit dem 4. Jahrhundert wird im Bordelais Wein angebaut
  • 1855 veranlasst Napoleon III. die Klassifizierung der wohlschmeckendsten Bordeaux (dazu nächstes Mal mehr)
  • 1890 zerstört die böse Reblaus sämtliche Rebflächen des Bordelais
  • im Bordelais findet man über 3’000 Châteaux
  • Anbaufläche ingesamt: 120’000 Hektar
  • Das Produktionsvolumen des Bordelais beträgt insgesamt über fünf Millionen Hektoliter Wein jährlich
  • ein Drittel der französischen Weine werden im Bordelais produziert

 

Bordeaux kommt aus dem Anbaugebiet namens Bordelais. Dieses liegt im Südwesten Frankreichs und gehört zum Département Nr. 33, der Gironde. Es erstreckt sich in von der Atlantikküste Land einwärts entlang dem Flussdelta, welches sich aus dem namensgebenden Strom, der Gironde und ihren zwei Zubringern, der Dordogne und der südlicher gelegenen Garonne bildet. Insgesamt umfasst das Bordelais sage und schreibe fünfzig Appellationen und kann in fünf Regionen eingeteilt werden. Merke dir: Bei der Herkunft der Bordeaux kann man grob zwischen linkem und rechtem Ufer (der Gironde) und dem dazwischen liegenden Entre-Deux-Mers unterscheiden. Ne übersichtliche Karte samt Legende findest du weiter unten.

Unten findest du die Regionen des Bordelais. In Klammern sind einige wichtige Appellationen angegeben. Wirf in einem Gespräch mit diesen verbal wild um dich, und du bist garantiert ganz vorne mit dabei.

Médoc Das Médoc beginnt nördlich der Stadt Bordeaux und zieht sich entlang der Garonde bis zur Gabelung des Flusses (Médoc, Haut-Médoc, Pauillac, Margaux, Saint-Estèphe, Saint-Julien)
Graves Die Graves setzen die Linie des Médoc südlich der Stadt Bordeaux weiter, liegen also entsprechend entlang des südlichen Ufers der Garonne (Graves, Pessac-Léognan)
Entre-Deux-Mers Nomen est omen. Das Gebiet liegt zwischen den beiden Flüssen Garonne und Dordogne (Entre-Deux-Mers)
Libournais Das Libournais bezeichnet das Gebiet um die Stadt Libourne und liegt am rechten Ufer der Dordogne (Saint-Émilion, Pomerol)
Blayais und Bourgeais Blayais und Bourgeais liegen nordwestlich bzw. nördlich des Zusammenflusses von Dordogne und Garonne (Côtes de Blaye)

Blick vom Städtchen Saint-Émilion aus auf umliegende Reben.

Wir sind in Pauillac. Ein Teil der Reben des Châteaus Mouton-Rothschild. Typisch für das Médoc: Flaches Gelände so weit das Auge reicht.


Die typische Hügellandschaft des Entre-Deux-Mers. Hier zwischen Lestiac sur Garonne und Créon.


Magst du Karten? Bitteschön:

(Karte: Domenico-de-ga)

 

Falls du immer noch ratlos vor den Regalen stehst: Teil II kommt in Kürze…

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